08 Oktober 2006

Herbst oder "Einfach sein" !

Weiche Kissen aus Moos,
hellgrün und golden schimmernd,
liegen mir zu Füssen.
Leisen Schrittes durchschreite ich,
die goldenen Lichter,
die sich zwischen den Zweigen der Bäume brechen.

Sie zeichnen kleine Muster auf den grünen, weichen Teppich.
Einer Elfe gleich,
schwebe ich über die Mooskissen,
husche leise durchs Dämmerlicht des Dickichts
und tanze im Zwielicht mit den Lichtern.

Ich rieche den Wald.
kieferngrün und tannendunkel,
feucht und warm,
sonnig und heiter
grün und gelb,
rot und orange.

Der Duft durchdringt mich,
nimmt mich mit,
lockt meine Nase,
kräftig, sinnlich und fein.
Träumend, sinnend, lauschend,
blicke ich in die hohen Wipfel.

Sanft biegen sie sich, im leisen Wind.
Rauschend und knarrend,
wiegen mich die Stämme in einen Traum.
Ein Vogel zwitschert sein Lied,
ein Specht hämmert sein Stakkato in einen Stamm,
ein Eichhörnchen äugt neugierig von seinem Ast.

Blätter rascheln und zischeln im Takt,
erheben sich in die Lüfte und fallen sanft wieder zu Boden
und decken ihn mit einer rotgoldenen Decke zu.
Der Wind streichelt meine Haut,
sanfte Wärme erhellt meine Seele,
verleiht meinen Gedanken Flügel.

Und ich schwebe zwischen den Wipfeln,
gleite durch die Düfte,
sauge sie ein,
bade in ihren Aromen
und fühle nur noch
Leichtigkeit, Luftigkeit.

Einfach Sein.
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