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01 April 2021

Über Empörung und wie ich Wolle zum Engagement machte ...

Was haben wir uns in den vergangenen Wochen aufgeregt oder? 

So gesehen, hätten wir gekonnt, hätten sich Stammtische, Kaffeerunden und andere Gesprächsrunden in den Lokalen getroffen und hätten sich gemeinsam aufgeregt. 

Selbst bei mir fielen Grenzen und ich äußerte mich auf Twitter, noch freundlich aber deutlich, zur Lage. Etwas, das ich normalerweise vermeide weil das nie zu etwas Gutem führt, aber auch ich konnte nicht umhin, Stellung zu beziehen und meiner Entrüstung freien Lauf zu lassen. 


Klar ist, bei uns läuft eine Menge falsch. Ich will auch gar nicht einzeln aufzählen wo die Fehler und Missstände sind, wir kennen sie alle. Und entrüsten uns. Für den Moment hilft das auch aber gesund ist es nicht wirklich, abgesehen davon dass es nicht gut für die Stimmung ist. 

Aber manchmal muss man den Müll loswerden stimmt's? 

03 März 2021

Aufschrei einer Stricksüchtigen! Für Innenstädte und gegen Krabbeltischwolle!

Wer jetzt anfängt nachzudenken, was das Stricken und die Manufaktur für Antworten miteinander zu tun haben, kann man sagen: Auf den ersten Blick nichts. 

Auf den zweiten Blick aber schon. Denn ich stricke gerne, ich bin verliebt in Wolle und brauche das Handwerk. Zum einen, weil es mich entspannt und beruhigt. Zum anderen weil ich beim Stricken, wenn ich einem Muster folge, meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Stricken hilft mir immer dann, wenn ich über Aufgaben brüte, Ideen nachsinne oder einen Plan für etwas benötige, das mir im ersten Moment unlösbar erscheint. Und abgesehen davon, ich mache etwas mit der Hand. Ich sehe das, was ich schaffe. Kann es anfassen und am Ende sogar anziehen. Meistens. 

Als ich letztens wieder diesen einen, speziellen Moment erlebte, den, in dem klar war, dass es Zeit ist, sich nach guter Wolle umzusehen und über ein Teil stolperte, von dem klar war, dass ich es haben musste, weil es zu schön ist, rief ich bei der Wollhändlerin meines Vertrauens an. Wir kennen uns schon eine Weile und sie weiß genau, dass ich ab und an ein bisschen speziell bin, hochwertige Garne schätze und ziemlich genau weiß, was mir steht und wie ich es anpassen muss. 

In unserer Unterhaltung stieß ich auf ein Problem, das mir bis zu jenem Zeitpunkt nicht bewusst war. Aber es ist eines, das mich aufregt, mich erschüttert und das aufzeigt, wie weit das mit der Solidarität so geht. 

17 Dezember 2020

"Lasset die Kinderlein zu mir kommen!" Ist nicht genug! - ein Kommentar

Zugegeben, die Headline ist heute mal provokant, aber es muss sein. Auch wenns weh tut. Im Moment sprechen alle über DIGA und digitale Gesundheit und vieles mehr. 

Während die Experten sprechen, sich austauschen und sich manchmal ordentlich selbst für das loben, was schon geschafft ist, spreche ich darüber, dass man Bürger mitnehmen muss. 

Es ist so: Während eine Gruppe, die wirklich involviert ist, mit Abkürzungen und Fachbegriffen hantiert und selbige natürlich auch versteht, bleibt es den Bürgern und ja, auch und besonders den Menschen mit Erkrankungen (auch bekannt als Patienten) oft selbst überlassen, zu verstehen, was da so passiert. Während die informierte Gruppe weiter fachsimpelt und Spaß hat, fortzufahren, bleibt ein anderer Teil zurück. Informiert vom  Hörensagen und bildet sich eine Meinung mittels Schlagzeilen und die sind nicht immer hilfreich oder so gestaltet, dass sie eine vernünftige Meinungsbildung zulassen. 

Das, was bei Bürgern oft ankommt, ist eine von Schlagzeilen verzerrte Ansicht ohne detaillierte Informationen oder Fakten, die nachvollziehbar und verständlich sind. So bildet sich oft eine Meinung, die schlicht nicht auf Fakten basiert und damit auch nicht der aktuellen Situation angepasst wäre. 

Schon lange adressiere ich den Bedarf für vernünftige Informationen an diverse Beteiligte und auch an die Regierung und erkläre wie wichtig es ist, gerade wenn es um digitale Gesundheit geht, Bürger abzuholen.  Sie zu informieren, zu begleiten und sie so auf das digitale Gleis zu bekommen. Es war und ist wichtig, gute Informationen anzubieten, reden wir doch über ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Gut des Menschen: Gesundheit. Gerade deshalb werde ich nicht aufgeben. Weil es wichtig ist. 

06 Januar 2015

Vorsatzdiät ....

Erst einmal, ein gutes neues Jahr! Möge es glücklich, spannend und erfolgreich werden!

Und jetzt reden wir über Vorsätze. Ich denke seit einigen Tagen darüber nach und finde, dass es Zeit ist, das Thema jetzt ungeschminkt und quasi auf freier Gedankenbahn ertappt nieder zu schreiben.

Sie verfolgen mich quasi vor und nach dem Jahreswechsel. Wie wahrscheinlich jeden von uns.

Und was haben wir nicht alle so vor. Abnehmen, mehr Entspannung und Freizeit, mehr Sport, weniger Arbeit, Verzicht auf Schuhe oder ausgedehnte Shoppingtouren und so weiter und so fort.

Dabei wissen wir doch alle, dass das, was wir uns vornehmen, uns quasi an unangenehmen Dingen vor die Nase setzen, zwecks dem Vorsatz, ohnehin oft genug ordentlich schief geht.

30 Januar 2014

Der BESTE! - Beobachtungen aus dem Netz!

Surft man sich so durch die sozialen Netzwerke könnte man manchmal auch denken, man wäre im Zoo. Da gibt es Affen, die Zucker brauchen und danach kreischen, ruhige Elefanten, deren riesiges Gedächtnis nichts vergisst, Löwen brüllen von ihren Felsen ins Rudel. SSSSSSChlangen schlängeln sssssich durch den Urwald, der voll ist mit kleinen und großen Bewohnern.

25 April 2012

Die Komfortzone

Sie ist weich, anschmiegsam und so richtig bequem. So wie ein gut eingesessenes Sofa, das nur darauf wartet, einen mit seinen kuscheligen Kissen zu umarmen und sich wohlzufühlen ...

Der Redaktionskater in seiner ganz persönlichen Komfortzone.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und liebt diese Kissenumarmungen und Momente des Glücks, die sich auch darin befinden. Sie ist eine Verführerin, alles so zu lassen, wie es ist. Veränderungen mag sie nicht.  Deshalb wird sie auch zur eisernen Umklammerung, wenn es darum geht, etwas zu tun, was nicht in den Plan passt.

Wir reden von der Komfortzone. Sie ist bei jedem anders und sicherlich gibt es Menschen, die ihre Grenzen schneller überwinden und sich aus der Klammerumarmung befreien können. Es gibt auch Menschen, die sind so auf ihr Sicherheitsbedürfnis geeicht, dass sie Veränderungen nur selten in Kauf nehmen und das Risiko des Scheiterns, das beim Verlassen der Komfortzone entsteht, niemals eingehen würden. Es könnte ja schief gehen! Oh mein Gott! Was dann?

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ein Spruch, den mir meine Oma schon erzählte und der dem Komfortzonenbewohner durchaus zunächst eher unangenehm sein wird. Etwas wagen, weil man etwas gewinnen könnte, wo aber doch auch die Chance besteht, etwas zu verlieren. Wissen kann mans vorher ja nicht. Und tun muss man dann ja auch noch was dafür!

Das führt zum Zaudern und Zögern, zum Grübeln und zu halbseidenen Lösungen, die aber im Endeffekt das Leben auch nicht besser, sondern eher schlechter machen.

Denn Komfortzone verlangt Kompromissbereitschaft. Eindeutige Lösungen, die für alle gut sind, gibt es nicht. Es geht darum, dem Bewohner etwas aufzudrücken, was er eigentlich nicht mag, ihn aber gleichzeitig mit der Bequemlichkeit zu ködern. Dieses Ködern bringt nur Bequemlichkeit für andere, für den Komfortzonenbewohner ist das nur ein vorgegaukeltes Wohlgefühl.

"Wenn du das so in Kauf nimmst, wirst du nicht streiten müssen, du wirst nicht ablehnen oder etwas erklären müssen und du wirst keine Steine im Weg liegen haben", leiert das freche Zönchen verführerisch.
Ihr Zauberbild: Da ist ein Weg, gerade, glatt und ohne Holpersteine, einer, der zwar ein oder zwei kleine oder große Opfer abverlangt, aber dafür himmlische Ruhe bietet.
Es kann alles so bleiben, wie es ist. Denkt man und bringt die Opfergabe auf dem Altar der Komfortzone, nur um der einen oder anderen Unbequemlichkeit aus dem Weg zu gehen.

Allerdings eine Nebenwirkung gibt es: Das Opfer, das man bereit ist, zu bringen, kann bitter sein. Man tut um der Ruhe willen etwas, was man eigentlich nicht will. Der einzige Weg, solche Dinge abzuwenden, etwas zu verändern oder sich neue Freiräume zu erobern, ist das Verlassen der Komfortzone und das ist verdammt schwer. Ein Dilemma.


Ich bin neuerdings komfortzonenberatungsresistent. Weil es schon stimmt, was meine Oma sagte: Wer nicht wagt, gewinnt nicht. Sicherlich waren es Schritte, die mir zuerst ein wenig Angst machten, Panik in mir hervorriefen und mir ein wenig Grübelzeit verschafften, aber letztlich war es gut so.
Zeichen wurden gesetzt, Botschaften klar übermittelt und der Weg, den die Komfortzone mir vorgaukelte, hätte sich als wesentlich mühevoller erwiesen.

Komfortzonen sind gut und schön. Ganz ohne geht es auch nicht. Manchmal braucht man dieses vermeinliche Glück einfach. Aber wenn man etwas erreichen will, sozusagen den nächsten Level betreten oder etwas oder jemanden bewegen möchte, muss man etwas dafür tun. Der erste und wohl schwierigste Schritt ist es, die eigene Kuschelzone zu verlassen, die Ohren anzulegen und die Sache, die man erreichen möchte, anzupacken. Sonst endet man in ewigem Reden, Wollen und im Konjunktiv, der sich nie erfüllen wird, weil die Komfortzone dann doch die Oberhand behält ...

Copyright Bild und Text by Birgit Bauer 2012

06 September 2011

Zeit ...

Liebe Leserinnen und Leser,

Zeit ist ein kostbares Gut. Wir haben einen beschränkten Zeitrahmen, der bereits bei der Geburt rückwärts läuft. So tragisch es klingt, aber unsere Zeit ist endlich.
Etwas, das wir alle wissen und dennoch immer wieder von Neuem erstaunt zur Kenntnis nehmen.
Meistens in den Augenblicken, in der wir merken, wir schludrig oder verschwenderisch wir mit diesem so kostbaren Gut umgehen. Wir investieren Zeit in Dinge, die uns oft überhaupt nichts bringen, stecken Zeit in Ärger oder Gram und merken nicht, wie unnötig das manchmal ist.
In diesem Monat beschäftige ich mich mit der Zeit. Zeit für mich, für andere, wie es ist, wenn man Zeit einfach mal vertrödelt oder die Zeit vergisst, sie Zeit sein lässt und sich nur auf sich konzentriert. Es geht um zeitnahe Gedanken, die mitten in die Zeit gestellt, neue  Eindrücke bringen könnten.
Was ist Zeit also für Sie? Verschwenden Sie Ihre Zeit oder achten Sie darauf, wofür Sie sich Zeit nehmen? Oder ist Ihnen die Zeit völlig egal?

Nehmen Sie sich Zeit und schenken Sie mir einen Zeitgedanken und sich eine Pause in einer Zeit, in der die Zeit selbst zu rasen scheint und in der Minuten immer gleich lange dauern, auch wenn man das Gefühl hat, man läuft sich selbst hinterher?

Die Uhr tickt. Bis Ende September!
Viel Spaß!
Birgit Bauer

10 März 2011

Fastenzeitgedanken Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser,

Tag 1 der Fastenzeit ist schon vorbei und ich habe extra gewartet, denn gestern spülte sich die fastenzeitliche Welle durch alle Medien.
Für einige brach eine Fastenkur an, für andere ging es um Verzicht und wieder andere machen gar nichts.
Gar nichts zu machen, war nicht mein Fall. Das mit der Verzichterei ging schon so oft schief, dass ich beschlossen habe, Gedanken zu sammeln.
Ruhige Gedanken, besinnliche Gedanken oder auch die Gedanken anderer zu teilen. Je nach dem, was sich beim Gedankenfinden so ergibt.

Ich werde nicht wie im Advent täglich schreiben, aber ich werde wandern. Durch die Fastenzeit und bis Ostern. Und mich überraschen lassen. Die Gedankensammlung wird wachsen und vielleicht ist von Ihnen auch einmal ein Gedankenfetzen hier im Kommentarfeld? Wer weiß.

Zur Zeit bin ich nachdenklich. Vielleicht weil gerade jemand starb, den ich kenne und der in meinem Alter war. Das Leben hat deutlich aufgezeigt, dass eben irgendwann ein Ende eingeplant ist. Man wird sich des Lebens wieder bewusster und denkt darüber nach, was man vielleicht anders machen könnte oder was zu verbessern wäre.

Einmalig

Das Leben zu spüren, 
ist Lebendigkeit. 
Hinsehen und hinfühlen
das Leben erkunden, 
es auskosten und ändern, 
ist leben.
Das Leben selbst ist ein Schatz, 
man sollte ihn nicht einfach liegenlassen,
sondern die Chance ergreifen, 
eine Spur zu ziehen, die bleibt.
Merkmale, die andere daran erinnern,
dass Dein Leben einmalig ist.


Herzlichst
Birgit Bauer


Alle Inhalte unterliegen dem Urheberrecht!

03 Juni 2009

Im "OFF"

Liebe Leserinnen und Leser!
Waren Sie schon einmal abgeschnitten von den Aktualitäten dieser Welt? Saßen Sie schon einmal von jetzt auf gleich in völliger Stille? Was dachten Sie? Hat es Ihnen gefallen, völlig ohne Kontakt zu sein?

Nun, ich bin es gewissermaßen im Moment und grüße Sie deshalb herzlich aus dem „OFF“, dem Land das jenseits der internetten und aktiven Webwelt liegt.
Wie es kam? Vor einiger Zeit kündigte ich fristgerecht meinem Flaterateanbieter den Vertrag. Etwas, das dieser wiederum nur schlecht "verkraften" konnte. Bedauerlicherweise musste ich einige Konsequenzen für den Fall ankündigen, sollte man mich nicht loslassen wollen. Und genau das ist passiert. Ich zog Konsequenzen.

Die Reaktion des besagten Unternehmens ähnelt der eines trotzigen Kleinkindes. Es stampft mit seinen Beinchen und schreit nach dem Bauklötzchen, das ich ihm abgenommen habe.
Deshalb sind wir jetzt im „OFF“ was die internette und telefonierende Welt betrifft. Zumindest, was die grenzenlose Surf- und Telefonierfreude betrifft.

Ein Umstand, der mich zuerst ziemlich verärgerte und jetzt, im Nachhinein und nach einigen Tagen „Zwangspause“ von der virtuellen und schnellen Welt, eigentlich erfreut.
Vor einigen Tagen begann die virtuelle Stille. Ich ging am Morgen an meinen Rechner und wollte wie jeden Tag neugierigerweise die E-Mails checken, drückte auf „ON“, wartete und bekam: Nichts. Gar nichts.

Zuerst begriff ich gar nicht, wieso da nichts kam, nach einigen Minuten wurde mir klar, was passiert war. Hatte doch der kleine Trotzkopf das, was er mir eine Woche zuvor unangebrachterweise per Mail angedroht hatte, in die Tat umgesetzt.
Die hatten mir den Saft abgedreht! Das war ungewohnt, es passierte zum ersten Mal.

Ich stand frisch ausgesetzt mit meinem Freitag auf einer Insel der Stille und fühlte mich wie Robinson. Zum ersten Mal seit Langem konnte ich nicht mitreden. Kontaktsperre sozusagen.
Zunächst fühlte ich mich weitab vom Zeitgeschehen und von dem, was mir wichtig schien. Irgendwie war mir, als könne ich nicht mehr mithalten mit dem Takt der Welt. Meinem Freitag erging es ähnlich. Zumindest im ersten Moment.

Aber bitte, wenn wir nicht ins Netz können, telefonieren geht immer. Das war unser Gedanke! Beim Griff nach dem Hörer erinnerten wir uns jedoch schnell, dass Surfen und Telefonieren ein Vertrag waren. Ich Robinson Birgit Bauer und mein Freitag waren ausgesetzt und allein. Auf einer Insel der Stille? Vielleicht. Aber nicht ganz.Schnell fanden wir heraus, dass es ganz anders sein konnte, nein, ist. Es kehrte eine Ruhephase der anderen Art ein. Termine? Zeitdruck? Sie existierten für den Moment nicht.

Anstatt aber zu verzweifeln, suchten wir beide das Gute in der Situation. Es war die Stille, das bessere Hören auf unser inneren Stimmen und Gedanken.

Sie sind eigentlich immer, da, aber es scheint, die virtuelle Welt, die zum Greifen nahe ist, dämmt sie ein. Schreit lauter. Es ist die Ablenkung, die uns ein wenig zu Schwerhörigen werden ließ.

Freitag und ich saßen also auf unserer Insel und stellten nach kurzer Zeit fest, dass es gar nicht so schlecht ist, auf dem einsamen Eiland zu hocken und nicht erreichbar zu sein. Auf einmal war da viel mehr Raum, um einen Tagtraum zu träumen und sich um Dinge zu kümmern, die man gerne verschiebt, weil das andere, schnelle Leben mitten im Netz wichtiger erscheint.
Wir konzentrierten uns wie von selbst auf das Wesentliche. Es herrschte einige Stille. Es war, als wäre die Welt ausgeschaltet. Kein Anruf, keine Mail, kein Gezwitscher, keine heiße Diskussion in den weiten Welten des Internetuniversums.
Statt dessen: friedliches, konzentriertes Arbeiten. Im Endeffekt ein sehr produktiver und ausgeglichener Zustand voller Entspannung.

Der einzige Nachteil: die Aktualität leidet, Reaktionszeiten werden länger und manch einer will sich damit nicht anfreunden. Aber ich kann nichts dafür. Freitag und ich sitzen auf unserer netzlosen Insel, weil wir etwas möchten, was anderen nicht gefällt. Was aber nicht unser Problem ist. Sondern das der anderen.

Denn wenige Stunden nach dem Eintritt ins internetlose Universum waren wir zwar, was Flatrates betrifft, immer noch „OFF“, aber nicht ohne Kontakt.
Schließlich gibt es technische Alternativen, die es möglich machen, zumindest auf holperigen und ein wenig umständlichen Wegen wenig ins „ON“ zu kommen und nicht zu viel zu versäumen.
Derzeit schätzen wir jedoch die fast netzlose Ruhe und sind für diese Erfahrung dem Trotzkopf direkt dankbar.

Er hat uns stille Momente voller Erfüllung beschert und uns die Gelegenheit gegeben, uns auf uns zu besinnen und uns selbst zuzuhören. Was toll ist und was wir uns, wenn wir wieder voll mitreden können, sicherlich bewahren werden. Denn manchmal ist ein wenig Stille mehr als hilfreich, entspannend und sehr inspirierend.Dennoch hoffen wir, dass wir bald wieder voll im „ON“ sitzen, den Schalter umlegen können und uns dann an einem noch bewussteren Umgang mit dem Medium „Internet“ erfreuen und auch wieder zuverlässig ins "ON" schalten können.

Eines wird dann anders sein: Wir werden uns Pausen für Gedanken, Tagträume und geniale Unterhaltungen bewusst gönnen.
In diesem Sinne: Trotzkopf, du kannst uns eigentlich nicht ärgern, im Gegenteil, du hast uns Zeit geschenkt und ich frage mich, ob du das wirklich wolltest? Denn den Rest, den erledigen hilfreiche Geister für uns!

Wir hören voneinander! Sie und ich und der Trotzkopf sicher auch!

Herzlichst
Birgit Bauer

13 Januar 2009

10 Wünsche

Was 10 Wünsche für das neue Jahr bedeuten können, lesen Sie in meiner neuesten Kolumne, die meine liebe Kollegin, die Autorin Renate Blaes auf Ihrem Blog heute veröffentlicht hat.

Ein Klick auf den Titel befördert Sie direkt zu Herzenswünschen und dem Grund, wieso ich sie mir gerade zum neuen Jahr überlegt habe.

Herzlichst
Birgit Bauer

02 Oktober 2008

Zeit

Manchmal nehme ich mir einen Zeitraum. Das ist eine Pause im Alltag ganz für mich. Um ruhig zu werden, zu entspannen und das zu tun, was ich immer wieder spannend finde. Die Zeit beobachten. Raum für Zeit. Zeitraum für mich.

Ich setze mich bewusst an den Rand und schaue den Menschen zu, wie sie sich durch die Zeit bewegen. Alles scheint im doppelt schnellen Tempo zu passieren und oft habe ich den Eindruck, die Zeit bewegt sich immer falsch. Es gibt Augenblicke, die rasen und alles überstürzt sich und es sind oft Minuten, die schleichen und man wünscht sich, sie würden schneller verstreichen. Turbominuten und Schleichaugenblicke. Das habe ich mir schon desöfteren gewünscht. Eine Turbominute auf dem Zahnarztstuhl und beim Liebesgeständnis einen Schleichaugenblick bitte. Aber es ist nicht so. Es ist immer gleich.

Jede Minute hat genau 60 Sekunden, jeder Tag 24 Stunden und das Jahr 365 Tage. Es ist immer der gleiche Ablauf, außer im Schaltjahr und doch jammern wir immer darüber, dass wir zu wenig Zeit haben.
Ich sehe mir die Menschen an, wie sie hektisch und panisch über die Straßen hasten, sich halb vergessen und gerade so davonkommen, weil sie ja so eingespannt sind. Sie scheinen gierig nach übrigen Minuten zu schnappen wie Fische auf dem Trockenen und finden sie nicht. Blass und entnervt wirken sie. Sie sind erschöpft und reif für einen Zeitraum, eine Pause. Doch sie nehmen sich ihn nicht. Sie müssen etwas tun. Immer in Bewegung bleiben. Dransein und nie in den Stillstand fallen. Stillstand ist ja Rückschritt, heißt es. Aber ist es das wirklich?
Ist Stillstand, also das Verharren für einen Moment nicht wesentlich effektiver?

Das stille Nachdenken fördert klare Lösungen, ruhige Gedanken, Besonnenheit. Dinge, die wichtig sind, um gut zu entscheiden. Oder nicht?
Pünktlichkeit ist wichtig, heißt es. Deadlines muss man einhalten. Sonst? Sonst ist man dead an der Line? Oder ist man dann einfach der Überzieher, der trotzdem noch rechtzeitig kommt, weil er sich die Zeit nahm, ein wenig sorgfältiger, besonnener, ja, vielleicht sogar besser zu sein, als der Rest, der hastig seine Sachen zusammenbastelte, weil wieder einmal die Zeit fehlte? Fehlte die Zeit, oder war es zu viel?

Über Zeit redet der Mensch, als gäbe es sie pfundweise zu kaufen. Dabei wurde sie uns geschenkt. Vom Leben. Kaufen kann man Zeit nicht. Es ist nicht das Haben der Zeit, es ist das Nehmen. Wir nehmen uns zu wenig Zeit für uns und unsere Bedürfnisse. Wir sind zu wenig intim mit uns selbst, hören uns nicht mehr, weil wir keine Zeit für uns zu haben scheinen. Offensichtlich kennen wir uns selbst nicht mehr. Der Druck auf unsere Geister und Seelen ist manchmal übermächtig und wir könnten eigentlich nur noch schreien.
Ein Schrei nach Zeit ist der Schrei nach Ruhe. Das Sehnen danach wird so groß, dass es schmerzt, uns krank macht und doch gönnen wir sie uns nicht. Weil wir angeblich nicht können. Uns zu vieler Dinge annehmen.

Wir verschwenden Zeit, schenken Dingen oft nur einen flüchtigen Blick, obwohl sie das Hinschauen verdient hätten. Es scheint, als würde die Menschheit vergessen, sich umzuschauen, anstatt nur hinter etwas her zu laufen, das zeitraubend einspannt, einsperrt und anderes nicht zulässt. Stunden werden gefüllt mit Dingen, die viel schneller zu erledigen wären, würden wir genau hinsehen.

Quetschen Minuten zwischen Sekunden, nur um noch etwas zu tun und noch etwas zu erledigen. Was haben wir davon? Außer vielleicht ausgebrannt und erschöpft in einer Ecke zu liegen und mit letzter Kraft über die Ziellinie zu kriechen, um dann zusammenzuklappen und an einer neuen, kommenden Volkskrankheit wie das „Burn-out-Syndrom“ oder „Tinitus“ zu leiden und sich die Zeit zwangsweise nehmen zu müssen, weil es nicht mehr geht?

Was wäre, würden wir uns Zeit nehmen? Bewusst. Für uns. Etwas liegen lassen, anstatt es zu 100% zu erledigen. Einfach den Versuch zu wagen und herauszufinden, was passiert, wenn etwas nur 90%ig ist? Es laufen lassen, andere beim Wort zu nehmen und zu vertrauen?Es würde gar nichts passieren. Es wäre trotz allem gut so. Und es wäre Zeit. Für etwas, das nur uns gut tut. Prophylaxe sozusagen. Braucht es dafür erst ein ärztliches Rezept? Eine Verordnung?

"Hiermit verschreibe ich meinem Patienten Zeit. Für sich. Denn er ist erschöpft und benötigt die Ruhe, um wieder erholt seiner Arbeit nachgehen zu können. Ihr Hausarzt.“

Wir sollten handeln, den Umgang mit einer begrenzten Ressource überdenken.Um weniger Zeit mit Diskussionen anstatt mit klaren Ansagen, mit langwierigen Argumentationen anstatt mit schnellem Handeln zu verplempern. Kurze Wege anstatt langwieriger Prozesse, Klarheit, Vertrauen in uns und das Wissen, dass es auch anders geht. Zeit bringend, nicht zeitraubend. Es sind die kurzen Lösungen, die entschleunigen und doch keine Zeiträuber sind. Lösungen, die gut tun und die wir trotzdem nicht zu finden scheinen. Oder nicht sehen wollen?

Weil wir oft zu gern zu ausführlich sind, zu redefreudig und zu argumentativ. Weil wir dem Irrglauben verfallen sind, alles perfekt machen zu müssen und immer noch Plan B zur Hand haben. Oft suchen wir nach Haaren in der Suppe oder versuchen krampfhaft die Zügel für etwas in der Hand zu behalten, was auch selbst laufen kann. Ja, sogar soll. Eben 90% anstatt 100. Ohne den Rahmen auszureizen. Mut zur Lücke haben, um daraus Neues entstehen zu lassen, der Zeit und den Dingen Spielraum geben, um selbst nicht seelisch zu verkümmern.

Die Zeit ist vorhanden. Wir müssen sie uns nur nehmen, sollten sie aber nicht verplempern. Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass es nicht die Zeit ist, die zu wenig ist, sondern wir, die wir sie zu voll packen und offenbar oft nicht verstehen, dass Zeit das höchste Gut ist, das wir haben, denn irgendwann ist sie abgelaufen. Und dann? Nehmen Sie sich Zeit! Für sich und Ihr Leben, das aus mehr bestehen sollte als Hektik, Zeitdruck, Arbeit und Panik etwas nicht zu schaffen. Nehmen Sie sich Zeit zu leben.
Herzlichst Birgit Bauer

P.S. Das Copyright liegt wie immer bei der Autorin Birgit Bauer !

09 März 2008

Abschied

Ein Lachen,
durch einen Schleier von Tränen.
Ein leises Seufzen,
durch ein samtenes Kichern.
Du musst gehen,
bist mir noch so nah.
Willst mich zum Abschied lächeln sehen,
damit meine Tränen trocknen.
Hast mir dein Herz geöffnet,
mir deine Freundschaft geschenkt.
Ein Herz voller Trauer,
mit einem Lächeln für dich,
ein Licht in meinem Fenster,
mein letztes Winken zu dir.
Du gehst,
ein Teil von dir bleibt.
In Gedanken,Erinnerungen,
und Erlebnissen.
Hast der Welt deinen Stempel aufgedrückt,
ihr gezeigt, was du bist, wer du bist.
Hast dein Leben mit Gefühl gefüllt,
hast Nähe zugelassen und es geliebt.
Alles Gute auf deinem Weg.
Komm gut an und lebe wohl.



Copyright by Birgit Bauer

16 Mai 2007

Ein Tag voller Süsse

Das ist die Beschreibung eines Tages, der mir mehr innere Ruhe schenkte, als alles andere. Eigentlich ist nichts passiert und doch hat er einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Viel Spaß !

Tag voller Süße


Es war ein einfacher Morgen. Kein besonderer Morgen, der eigentlich eine Erwähnung verdient hätte. Und doch bemerkte ich, als ich aufstand, eine besondere Stimmung, die in der Luft lag.
Ein wenig eisig war die Luft und ein leichter, weißer Schleier überzog noch die Welt, die langsam von der Sonne wach gekitzelt wurde. Erwachend und sinnend schien alles auf die erlösenden und warmen Sonnenstrahlen zu warten, die der rotorange Ball am Horizont aussenden würde.
Die Katze durchstreifte hungrig nach durchwachter Nacht das Haus. Auf der Suche nach dem vollen Futternapf und einem ruhigen Plätzchen, an dem sie ausruhen konnte.
Es war ein etwas älterer Kater und die durchwachten Nächte verlangten nach Ruhe am Tag. Ein rotes Samtkissen hatte er bezogen und es sich majestätisch darauf bequem gemacht. Direkt in meinem Arbeitszimmer. Es lag auf dem Boden, groß wie ein Kopfkissen und mit Samt in einem dunklen, satten Weinrot bedeckt. Dorthin verzog sich der Kater, gähnte mich noch einmal müde an, rollte sich vornehm zu einem Katzenkringel ein, der genau mittig auf dem Kissen lag und schnurrte sich leise in den Schlaf. Er schlief bewegungslos und nur am sanften Heben und Senken seiner Flanke konnte man erkennen, dass er echt war und kein Stofftier.

Wir aalten uns beide in den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Ich saß auf meinem Lieblingsstuhl als die ersten Sonnestrahlen durch das Fenster auf meine Nase schienen. Ein Gefühl beschlich mich, ja, der Frühling war im Anmarsch. Der besondere Duft als ich die Zeitung ins Haus holte, hatte mir verraten, dass bereits alles Grüne darauf wartete, endlich aus den graubraunen Überresten des letzten Jahres hervor zu sprießen.
Bei einer Tasse heißem, dampfenden Kaffees saß ich da und schrieb. Versonnen und in mich gekehrt saß ich da und begann zu schreiben. Bannte meine Gedanken auf die Festplatte meines Notebooks. Ruhig und gleichmäßig tippte ich meinen Kopf frei. Entlasten, die Gedanken aus dem Kopf auf das Papier bringen und sinnvoll aneinander gereiht zu Sätzen formen. Menschen berühren. Und es gelang mir zwei Stunden, da zu sitzen, ganz ruhig und konzentriert zu schreiben.

Der Tag neigte sich zur Mitte und es wurde langsam Zeit für eine kleine Mahlzeit. Auch der Kater war wieder erwacht. Genüsslich räkelte er sich auf seinem Kissen, genoss die Ruhe und versank in einer stillen Meditation, als er seine Pfote zu putzen begann.
Schließlich erhob er sich, fast hastig machte er einen Buckel und ging in die Küche, dort wo seine Näpfe stehen. Hungrig stürzte er sich auf das Futter, das ich ihm servierte und auch ich genoss ein warmes Essen. Ich hatte nicht bemerkt, wie hungrig ich während meiner Arbeit geworden war und erfreute mich an der Mahlzeit. Genoss den stillen Augenblick, der mich ganz einfing.
Die feinen Düfte des Essens durchzogen meine Nase, gemischt mit dem Aroma des frisch gebrühten Kaffees, der gerade durch den Filter tropfte und dem Jasmin, der in meinem Wohnzimmer an einem sonnigen Plätzchen stand und erblühte. Würzig, fruchtig und sinnlich waren die Düfte, die sich durch mein Haus zogen. Und es war, als liefe die Zeit nicht mehr normal, sondern in Zeitlupe. Alles schien genau an diesem sonnigen Mittag, der eigentlich ein ganz normaler Mittag zu sein schien, stillzustehen. Es war, als würden Sekunden zu Minuten und Minuten zu Stunden. Alles wurde langsam. So langsam, dass man sich umsehen konnte. Es war, als würde die Zeit eine Pause machen. Einfach so, weil es genau der richtige Tag zu sein schien, um kurz tief zu atmen.

Es war einfach und doch vollkommen. Kleine Staubkörnchen tanzten vergnügt im Sonnenlicht, erste grüne Triebe schienen sich kraftstrotzend den Weg ins Licht bahnen zu wollen und ein laues Lüftchen bewegte die noch kahlen Äste sanft und stimmte alles Leben auf die neue Jahreszeit ein. Es passierte eigentlich nichts und doch gleichzeitig soviel.

Mich zog es nach draußen, ich wollte die Welt umarmen. Ein Sog, ein stilles, aber eindringliches Locken rief mich in den Garten. Als ich die Terrassentüre öffnete und auf die sonnige Terrasse ging, fing mich die Wärme ein. Umfing mich zärtlich mit einem sanften Wind, der nach erwachenden Pflanzen roch.
Tief atmend stand ich da und nahm alles in mich auf. Einem Schwamm gleich, saugte ich die Düfte des Frühlings ein und erfreute mich an der Helligkeit, der Wärme und an den ersten Knospen, die sich frech in den Himmel reckten. Kleine Narzissen, lilafarbene Krokusse, erste spitze Blätter von Tulpen und anderen Frühlingsboten. Ein kleiner Strauch stand bereits in der ersten Blüte. Rosé und Pinkfarbene Blüten zierten seine kahlen Äste, an denen noch kein einziges Blatt wuchs. Aber, es schien, als wolle dieser eine kleine Strauch den Frühling auf seine ganz besondere Art anlocken. Ihn rufen und ihm zeigen, was er hervorrufen konnte. Kleine Pink-rosa Blüten mit einem feinen Duft. Die Rosen fingen an, erste kleine Knospen zu bilden und in die neue Zeit zu schicken und der Lavendel musste beschnitten werden.

Ich fing an, ein wenig zu arbeiten. Mitten im Beet begann ich, die Büsche zu beschneiden. Roch das vergangene Jahr. Den letzten Sommer. Katzenminze, ausgedörrt und einen Winter alt, verströmte noch ihr minzig-blühendes Aroma, der Lavendel kitzelte noch meine Nase, als ich die vertrockneten Stiele abschnitt, um den neuen, saftigen und kräftigen Stielen Platz zu machen, damit sie mir im Sommer mit ihren Düften die Nase verführen und meine Sinne betören konnten.
Es war warm, alles fühlte sich leicht an und es schien, als würde die ganze Welt entspannen. Ein Durchatmen nach der lichtlosen, grauen Zeit des Winters. Und genau das war es. Entspannt schnitt ich meine Stauden, während der Kater imaginären Mäusen nach jagte und sich scheinbar fröhlich grinsend auf dem alten Gras wälzte.

Eine Tasse Kräutertee, ein Keks und einmal Durchatmen, sich wärmen lassen und die bereits fertigen Beete betrachten. Noch eine letzte Pause, ein letzter Blick. Frisch lag meine Welt vor mir und schien nur darauf zu warten, endlich mit dem Wachstum beginnen zu können. Und als ich mich danach noch einmal an meine Arbeit machte, war es, als hätte der Tag Energie pur versprüht und mich reichlich damit beschenkt. Ich war eins geworden mit dem Takt, den die Zeit mir vorgab und eins mit den Kräften, die durch die Luft schwangen wie kleine Wolken.

Es war, als hätte ich mit der Gartenarbeit die Erdung bekommen, die ich brauchte, um das geduldig fertig zu stellen, was ich die letzten Tage nicht fertig stellen konnte. Es schien, als hätte ich neben Energie auch Geduld aufgetankt und alles ging mir schnell und flüssig von der Hand. Ich war glücklich, entspannt und produktiv. Was braucht man mehr? Was gibt es mehr, als einen solchen Tag als Geschenk? Erdung im wahrsten Sinne des Wortes. Kontakt zur Erde, auf beiden Beinen darauf stehen und zu fühlen, zu begreifen, dass sie wieder erwachte und ihre Bewohner zu neuen Taten inspirierte. Motivierte, ihre schönsten Seiten zu zeigen.
Als ich am Abend müde, aber, glücklich im Bett lag, sinnierte ich dem Tag nach. Auf meinem Tisch stand eine Vase mit Zweigen aller Sträucher aus meinem Garten, in meinen Beeten und in mir hatte ich jede Menge Frühling.
Es war ein arbeitsreicher Tag gewesen, aber, ein Erfüllter. Denn, es sind die einfachsten Dinge wie Sonnenschein, eine zufriedene Katze, ein schönes Essen und ein frühlingsbereiter Garten oder auch eine erledigte Arbeit, die glücklich machen können.
Ich war entspannt, erfüllt und sehr zufrieden. Und ich habe wieder einmal erfahren, dass es kein Shoppingbummel sein muss, kein Karriereerfolg und auch kein Supererlebnis nötig sind, um einfach glücklich zu sein. Um einfach zu sein. Zu Fühlen und zur Ruhe zu kommen. Aufzutanken und zu sehen, dass es nicht viel mehr als ein bißchen Sonne, Zeit und Erdung braucht, um sich grandios zu fühlen.
Deshalb, haben sie heute die Welt schon genauer betrachtet und nach den ganz einfachen Dingen geschaut?

15 Januar 2007

Das Aufstehen !

Du bist meine Schwäche, aber, Du bist auch meine Kraft.
Du lässt mich fallen und Du läßt mich aufstehen.
Die kleine Flamme in mir nährt sich an neuer Energie,
wärmt meinen Körper, strahlt in mein Herz.
Licht durchflutet meine Seele,
erleuchtet meinen Verstand.
Gedanken so rein wie das Wasser eines Bergquells,
fließen Ihren Weg hinaus in die Klarheit.
Funkelnd und klar ist mein Denken,
meine Sicht ist weit.
Die Energie beginnt zu strömen,
in mich hinein, aus mir heraus.
Leben nimmt Besitz von mir,
läßt mich einen Schritt nach vorne tun,
durchdringt mein Sein,
mein Hier und Jetzt.
Ein ewiger Kreislauf, der gibt und nimmt.
Bestärkt erhebe ich mich, kann wieder lachen.
Wische mir die Tränen aus dem Gesicht,
halte mich noch einen Moment fest.
Ich stehe da und sehe die Welt,
bunt, schön und mächtig, strahlend und hell.
Erfreue mich an ihr, nähre meinen geschundenen Geist an ihr.
Dort, wo gestern noch Grau und Schwarz war,
schillern die bunten und kräftigen Farben eines Regenbogens.
Dort wo Trübsal und Dunkelheit herrschte,
ist Licht und Ruhe, Balsam für meine Seele.
Ein kraftvolles Spiel.
Yin und Yang,
Sein und Nichtsein,
Licht und Schatten.
Eine Waage, die nun wieder im Gleichgewicht ruht.
Wie wir. Du und ich. Ich und Du.
Wir sind eins und leben voneinander und miteinander.
Das, was Du hinterlässt ist ein Geschenk.
Mut, um meinen Weg zu gehen.
Selbstvertrauen, um so zu leben, wie ich es möchte.
Kraft, um immer wieder Aufzustehen.
Selbstbewusstsein, um mir immer meiner Selbst bewusst zu sein.
Glauben, an mich und das, was ich tue.
Liebe, zu mir selbst, um mich anzunehmen und andere wiederlieben zu können, die mich lieben.

Ich bin wieder da !

14 Januar 2007

Vom Fallen und wieder Aufstehen !

Eisig greift deine Klaue nach mir,
zieht mich hinunter, ins bodenlose Nichts.
Schleuderst mich ins Ungewisse,
lähmst mich vor Angst, zeigst mir die Schattenseite.
Du wirfst mich hin und her,
machst mich krank und traurig, machst mich klein und verletzlich.
Deine Kälte zieht durch meinen Körper,
droht meine Wärme zu erfrieren, nimmt mir meine Kraft.
Vor dir liegend,
höre ich dein leises Lachen, spüre deine Genugtuung über meine Schmerzen.
Du hast mir weh getan,
Du hast mir Schmerz zugefügt, Du hast Dich an meiner Angst geweidet.
Aber, du hast meine Wut geschürt,
das Feuer meiner Kraft nicht ganz erstickt, eine kleine Flamme ist übrig und wärmt mich noch.
Diese Wärme werde ich nutzen,
um aufzustehen, meinen Weg zu gehen, dich mit zu nehmen und mein Leben mit dir zu teilen.
Denn ich weiß,
Du wirst nicht weichen, Du wirst mich immer wieder zu Fall bringen.
Aber, Du wirst mich auch immer wieder aufstehen sehen.
Du bist meine Schwäche, aber, Du bist auch meine Kraft.
Vergiss das nicht !

24 August 2006

Brief an eine ganz besondere Lebensbegleiterin

Haben Sie auch besondere Begleiter in Ihrem Leben?
Unsichtbare, aber, trotzdem einflußreiche Begleiter, die sich immer wieder bemerkbar machen?
Ein Problem, ein ständig wiederkehrender Gedanke, eine Belastung durch einen anderen Menschen, eine Krankheit?
Ich habe einen solchen Begleiter. Es ist eine Sie. Ich habe Es zu einer Sie gemacht. Weil ich in ihr einen Teil von mir sehe und ich bin eine Sie.
Und, ich habe Sie zu meiner Verbündeten gemacht. Zu meiner Stärke. Sie begleitet mich schon etwas länger und wir haben eine Übereinkunft geschlossen und leben miteinander.
Und jetzt habe ich ihr einen Brief geschrieben. Diesen Brief können auch Sie lesen ! Wenn Sie oben auf den Titel klicken, landen Sie genau dort , auf der Homepage von "Emotion" !
Viel Spaß !

Das Copyright liegt wie immer bei der Autorin und die freut sich über einen Auftrag !