18 September 2018

Über Influencer, Healthcare und gekaufte Freunde!

Neulich bekam ich eine Einladung, mich in einem Influencernetzwerk zu registrieren. Ich wäre ein MS Influencer und man wäre sehr interessiert an einer Kooperation. Ich müsse mich auch nur registrieren. 

Neugierig wie ich bin, habe ich das getan. Ich wollte wissen, was hinter diesem Portal steckt und erfuhr, dass ohne große Zahlen da gar nichts geht. Follower, Freunde wollte der Automat am anderen Ende.

So gesehen, ich mag Zahlen, sie sagen etwas, aber eben nur einen Teil. Sie sagen nichts über Qualität eines Netzwerkes, Ausrichtung oder Authentizität aus. Aber je höher, so scheint es, desto besser. Qualität scheint erst einmal überbewertet.

Ich trug frecherweise auch meinen privaten Instaaccount ein und scheiterte grandios. So wie ich es vorher gesehen hatte. Mein Netzwerk dort ist nicht so riesig, aber gepflegt und voller spannender Menschen. Etwas, das ich persönlich wichtiger finde, gerade, wenn es um private Accounts geht.

Von anderer Seite kam sofort die grandiose Empfehlung, mir doch einige Follower zu kaufen. Eigentlich hatte ich gedacht, das hätten wir hinter uns. Gerade im Bereich "Healthcare" in dem ich mich bewege, hatte ich - naiverweise - angenommen, wir hätten uns darauf geeinigt, etwas klarer zu bleiben, weniger auf Zahlen fixiert, mehr auf den Menschen orientiert. Wo wir doch immer vollmundig über Patient Journey und Patient Centricity sprechen und diese verfolgen wollen. Allerdings frage ich mich gerade wie. Mit Zahlen?

17 August 2018

Aufgeblasen, beschönigt, überbordend und? Abgestürzt.


Als ich neulich mit einem Konzept konfrontiert wurde, bekam ich kurzzeitig so etwas wie Beklemmungen. 

Ich könnte auch sagen, mir wurde schlecht. 




So, als hätte ich zuviele Süßigkeiten gegessen. Das Pamphlet war gespickt mit Adjektiven und strotzte nur so vor klebrigen und überflüssigen Wörtern, die hemmungslos übertrieben.  ;-)

09 April 2018

Über das andere Leben und den Einfluss von diversen Posts .......

Das Erste, was ich vor über 13 Jahren gelernt habe, was das Bloggen betrifft: Jeder Post, jedes Bild und jeder Kommentar, den ich ins Web sende, hat eine Wirkung. Es werden Emotionen geweckt, Gedanken und Meinungen gefördert und natürlich auch Diskussionen auf den Plan gerufen. So gesehen: Damals habe ich das mit einer gewissen Klarheit zu spüren bekommen. Nett war anders, zugegeben, ich dachte damals auch "Wer wird denn das schon lesen?". Dass ich mich damals gründlich geirrt habe, muss ich zugeben, aber ich habe gelernt, vor dem Posten zu denken. Heute bin ich mir sehr bewusst darüber, welchen Einfluss ich habe.


Und das tun wir doch. Täglich Einfluss nehmen, wenn wir etwas veröffentlichen.

Egal ob es sich, wie hier, um einen Blogpost handelt, einen Eintrag auf Facebook, einen Tweet oder ein superlässiges Bild oder Video auf Instagram. Alle diese Veröffentlichungen tun quasi etwas mit dem Nutzer, der sie sieht. Manchmal tun diese Dinge etwas für Nutzer, aber ab und an auch dagegen. Inhalte ändern vielleicht das Verhalten, die Meinung. Nicht selten eine Entscheidung.  Weil der oder die, die da posten es ja auch so tun.

Nur ob das dann immer so in das Leben der anderen passt, ist offen.

01 April 2018