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18 Dezember 2011

Die Adventsreise 2011 - 18.12.2011

"Ich will meine Ruhe!"

Ein Satz, den man im Moment oft hört. Im ganzen Weihnachtstrubel vergisst man eben gerne, dass wir mitten in der "staaden Zeit" sind.

Deshalb gibts einen Moment der Ruhe:

Bild: Birgit Bauer



Ruhe
Leben im OFF.
Fallenlassen.
Vergessen.
Genießen.
Nachdenken.
Durchatmen. 
Das hören, was im Inneren ist.
Die Botschaft erkennen.
Verstehen.
Annehmen. 
Entspannt bleiben.
Wissen, dass da mehr ist.
Moment der Ruhe.

2011 by Birgit Bauer



Bitte beachten Sie das Urheberrecht! Vervielfältigung ist nur für private Zwecke gestattet. Veränderung nur nach Absprache mit der Autorin!

05 Dezember 2011

Die Adventsreise 2011 - 05.12.2011




Heute schon entspannt? Ich finde, im Advent muss das sein! Viel Spaß und einen entspannten Tag!





Entspannung
Lausche der Ruhe,
schenk dir einen Moment für dich.
Öffne dein Herz,
lass den Gefühlen freien Lauf.
Es ist der Moment der Stille!
Fühle die Sanftheit des Augenblicks.
Lass die Musik in deinen Geist.
Sie ist Balsam für deine Seele,
Trost für dein Innerstes.
Gleite durch die Bilder,
laß die Schlichtheit wirken,
genieße einen Tagtraum.
Bemerke die Einzelheiten.
Tauch ein in eine andere Welt.
Verändere Perspektiven,
nimm das Neue mit.
Es ist die Inspiration der Pause,
die dir Kraft schenkt,
dich Loslassen lässt.
Vom Alltag, vom Leben
und vom Lärm der Welt.

Es ist
Entspannung… 


Copyright Bild und Text : Birgit Bauer!

17 Mai 2011

Poesie, nichts als Poesie!


Na? Lust auf Erinnerungen an die Kindheit? 

Mich holten sie vor einigen Wochen ein. Als ich darum gebeten wurde, mich in einem Poesiealbum zu verewigen. Wegen der Erinnerung. Ich war nicht wirklich begeistert, wenn ich ehrlich bin, denn ich mochte das als Kind schon nicht wirklich.

Mit Bleistift Zeilen ziehen, schön schreiben und etwas von sich geben, was man als Kind irgendwie total unspannend fand. Man sah sich konfrontiert mit weisen Sprüchen, wurde ermahnt, wenn man mit dem Füller abrutschte und kontrolliert, damit auch alles ja richtig war. Bei mir gab es auch immer die Fehlergarantie. Kaum musste ich besonders schön schreiben, setzte der Vorführeffekt ein und ich schrieb Fehler und brauchte mehr als einmal den so genannten „Tintentod“.

Heute, mehr als 20 Jahre später holt mich das Poesietrauma wieder ein.
Ich hatte eigentlich gedacht, dass es das lange nicht mehr gibt. So ein Poesiealbum war zu meiner Zeit, so in den späten 1970er Anfang der 1980er Jahre aktuell, aber heute?

Eine kleine Freundin klärte mich auf: ein Poesiealbum ist total out. Heute schreibt man in Freundschaftsbücher und die geben vor, was man zu schreiben hat.
Dazu gehört unter anderem:
Lieblingstier, Lieblingsband, Lieblingsstar, Lieblingsserie, Lieblingsbuch usw. Dazu ein poppiger Sticker mit dem Lieblingsstar desjenigen, dem das Buch gehört.
Auf jeden Fall, so wurde mir gesagt: Es muss cool sein. Man sollte mit Duftstift schreiben, oder mit Glitzer. Bei Mädchen. Jungs mögen lieber Kuli. So bewahrt man also heute Erinnerungen auf. Cool und mit Glitzer.

Wir waren auch cool. Für unsere Verhältnisse. Wir zeichneten oder klebten. Ohne Glitzer aber mit Filzstiften oder Farbstiften aus Holz. Wobei ich lieber klebte. Was ich klebte, das hält bis heute.
So gut, dass ich ganze Seiten auf ewig zu verklebten Geheimnissen machte. Wollte man sie trennen, sah man nicht mehr, was ich vorher gekritzelt hatte.
Ich bemühte mich wirklich und bin wahrscheinlich als die zwischen den Seiten Klebende in die Erinnerungen eingegangen.

Poesiealben zu füllen war wie ein Tauschhandel. Die Tauschgeschäfte liefen in der Pause und wer am Ende den dicksten Stapel am Pult hatte, war der Tagespoesiesieger und durfte seinen Nachmittag mit dem Auswählen hochgeistiger Weisheiten verbringen. Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nachmittage auch, wenn man über Lichtlein schreibt, die herkommen.

Auf der Suche nach einem Spruch für das zu beschriftende Album wurde ich ein wenig sentimental und holte mein Album heraus. Fieses Grün aus Kunstleder ums Büchlein gespannt. Mit Goldprägung. Es fanden sich einige Lehrer, Freundinnen und frühe Verehrer aus der 1. Klasse und andere Menschen.
Mit einem Lächeln blätterte ich mich durch meine Vergangenheit und stieß auch auf einen Eintrag, den ich bis heute sehr schätze. Den meiner Freundin Alexandra, die mir schrieb, dass ich nie den Morgen beklagen solle, weil es schön wäre, für Menschen zu sorgen, die man liebt. Dazu hat sie mir ein Herz gezeichnet. Dieser Eintrag ist besonders, denn Alexandra ist bis heute meine Freundin.




Doch zurück zu dem Poesiealbum, in das ich jetzt schreiben soll. Allein die Suche nach einem passenden Bild war eine schwierige Angelegenheit. Denn es gibt keine Blumenarrangements mehr, die man ausschneiden und einkleben kann. Dabei habe ich extra einen Klebestift gekauft. Man weiß ja nie.
Daher folgte eine Bastelstunde, in der ich eine Bildkarte demontierte und sie kunstvoll in das Büchlein eingeklebte. Man kann übrigens noch blättern.

Dazu folgt ein Spruch, den ich mag und den ich eigentlich die ganze Zeit vor der Nase hatte. Ich finde es, im Gegensatz zu meiner Kindheit, ziemlich unpassend von Hasen oder Lichtlein zu schreiben und einfach etwas ins Buch zu kritzeln. Es muss stimmig sein, die Person erfassen, die einem diesen Gefallen angetragen hat. Sie soll sich doch in einigen Jahren oder Jahrzehnten mit einem Lächeln erinnern können.

Ich darf Johann Wolfgang von Goethe zitieren, der schrieb:

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an.
Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.

Ein Spruch, den ich sehr mag und ich glaube, mit dem Glückskäfer, fest eingeklebt, und herzlichen Grüßen wird eine stimmige Seite daraus.


Wenn Sie also ein Poesiealbum haben, gönnen Sie sich ein wenig Zeit damit. Vieles, was wir damals als absolut sinnlos abtaten oder langweilig fanden und doch ewig wiederholten, hat immer noch einen Krümel Wahrheit in sich. Oft sogar mehr, als damals. So ein Büchlein weckt so manche Erinnerung an die Vergangenheit und Menschen, die uns vielleicht sogar schon verlassen haben. Für mich war diese Reise amüsant, spannend, ich erinnerte sogar einen Streit, der mir bis heute nahe geht und nachgetragen wird, nur weil ich als Kind die Wahrheit sagte. Es war ein wehmütiges, aber süßes Blättern in meiner Vergangenheit.

Der Kleber, der hält übrigens immer noch!

Jetzt zu Ihnen: Wer schenkt mir Poesiesprüche, schwelgt mit mir in Erinnerungen und gönnt sich einen Hauch von Sentimentalität im Alltag? Natürlich können Sie auch den wirklich coolen Fragenkatalog beantworten, ich bin nämlich neugierig! 

Herzliche Grüße
Ihre Birgit Bauer

14 Februar 2011

Zum Valentinstag ...

Liebe Leserinnen und Leser!

Heute ist Valentinstag und viele mögen ihn nicht. Wegen der "Kaufzwänge". Es stimmt ja auch, dass man einem Menschen immer ein "Danke" oder ein "Ich mag dich so" sagen kann und dass man einen lieben Menschen auch mit Blumen überraschen könnte. Ganzjährig versteht sich. ;-)

Ob es dem italienischen Bischof Valentin, der im 3. Jahrhundert sich der heiratswilligen Paare annahm, die eigentlich gar nicht heiraten durften und sie mit Blumen aus seinem Garten beschenkte, gefallen hätte, was die Werbeindustrie daraus macht, lasse ich an dieser Stelle einfach mal offen. Übrigens, der Bischof wurde dafür hingerichtet, er starb, könnte man meinen, für die Liebe.

Ich persönlich mag diesen Tag, er ist wie ein kleiner Lichtblick im Februargrau und vielleicht auch für den einen oder anderen Zeitgenossen eine Inspiration, einem Mitmenschen, den er besonders schätzt, eine kleine und liebevolle Botschaft zukommen zu lassen.


Daher geht meine Valentinsbotschaft heute an alle, die mir in den letzten Monaten Freude gemacht haben, an mein Herzblatt, meine Freundin und viele andere liebe Menschen in meinem Leben und in meinen Netzwerken, die mir begegneten und mir den Tag retteten, versüßten und mich zum Lächeln brachten.


Du

Ein Mensch wie du ist selten.
Würde man dich fassen wollen,
wäre das nicht möglich.
So viele Facetten, Talente, Fähigkeiten
vereinen sich in deinem Geist.
Es sind tausende funkelnder Sterne in deinem Sein.
Sie sind es, die dich ausmachen.
Du bist ein Licht unter den Menschen,
erfüllt von Herzlichkeit, Toleranz und Wärme.
Du bist ein Schatz unter den Menschen,
einfach, weil du da bist.
Menschlich, liebevoll und voller Gefühl.
Ein Mensch wie Du ist kostbar,
weil er respektvoll durch die Welt geht,
mitfühlt und sorgsam mit anderen ist.
Du bist ein Mensch, den man achtet.
Wertvoller Freund, den man liebt und schätzt.
Mitten im Leben stehst du.
Trägst es mit Humor und Lebendigkeit,
verschmitzt und voller bunter Ideen erfreust du.
Willst die Welt ein bißchen bunter machen,
sie mit Herzenswärme ausstatten
und die Menschen mit einem Lächeln beschenken.
Was du tust, tust du mit Herz
und wenn du zum Freund wirst
verschenkst du das, was dich auszeichnet:
Menschlichkeit, Herzensliebe und Freundschaft. 


Ich wünsche Ihnen einen schönen Valentinstag!  
Herzliche Grüße
Birgit Bauer





Text und Bild sind wie immer urheberrechtlich geschützt! Eine Vervielfältigung oder Änderung bedarf der Genehmigung der Autorin!

13 Oktober 2009

Inseln - Edition Blaes und Lyrik von Birgit Bauer

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einiger Zeit fragte mich die Autorin, Grafikerin und Fotografin Renate Blaes, ob ich ihre Bilder mit Lyrik quasi untermalen möchte.
Sie sandte mir die "Winterreise" eine wunderschöne Kollage aus Winterbildern, untermalt mit entspannten Tönen.

Die "Winterreise" aus der Edition Blaes ist ein sinnliches Wintervergnügen, das die Sinne weckt. Ruhe und Sensibilität erfassen das Gemüt und man entspannt. Und es war mir eine Freude, Lyrik für die Winterreise zu schreiben, die Sie auf der Seite von Edition Blaes ab sofort immer wieder lesen können.

Und falls Sie eine Portion Entspannung brauchen und einen Moment der Ruhe benötigen, empfehle ich Ihnen die "Inseln der Ruhe".

Hier gehts zur Lyrik: http://www.editionblaes.de/

Viel Spaß und herzliche Grüße

Birgit Bauer

04 Juni 2009

Lyrik von Birgit Bauer in der Jokers Gedichtdatenbank

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einiger Zeit bewarb ich mich mit dem Gedicht "Letzte Umarmung" bei Jokers.
Es gefiel wohl einigen der Leser dort und man nahm es in die Datenbank mit auf, um es zu veröffentlichen.

Mit einem Klick auf den Titel dieses Beitrages können Sie "Letzte Umarmung" lesen!

Viel Spaß!

Herzlichst
Birgit Bauer

09 Mai 2009

Vier

Vier!

Vier kleine Seelen.
Gewonnen.
Zerronnen.
Erhofft.
Verloren.
Nie im Arm gehalten.
Nie liebkost.
Nie einander in die Augen gesehen.
Nie miteinander gelacht.
Und doch seid Ihr da.
Im Herzen.
Begleitet!
Lebt in dort weiter
wo es euch gut geht.
In liebevollen Gedanken.
Vier kleine Sterne am Himmel.
Leuchtend und hell.
Tröstend und den Weg weisend.
Vier.
Geliebt, ersehnt und doch:
Chancenlos.



Copyright by Birgit Bauer 2009

23 März 2009

Daumendrücker gesucht!

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Tagen haben mich mehrfach gute Geister auf eine Lyrikausschreibung hingewiesen.
Und ja, ich habe mitgemacht und ein Gedicht eingereicht, das nun schon einmal in die Datenbank oder, die Gedichtsammlung aufgenommen wurde, was ich ganz toll finde.

Besser fände ich es, wenn ich gewinnen würde! Drücken Sie mir die Daumen? Dafür können Sie auch das Gedicht lesen. Aber vorsicht, Gefühle sind inklusive und ein bißchen Traurigkeit auch!

Ein Klick auf den Titel befördert sie direkt an den Ort des Gedichtes!

Viel Spaß und nicht vergessen: Wer liest, drückt Daumen! Danke!

Ihre Birgit Bauer

05 Dezember 2008

Die etwas andere Weihnachtskarte: "Herzenswünsche"

Liebe Leserinnen und Leser,
sicherlich ist vielen von Ihnen das Projekt "Lyrik & Kunst" mit dem Programm Herzenslinien ein Begriff. Es ist gemeinsam mit der Münchner Künstlerin Angelika Bungert-Stüttgen entstanden und wir verschmelzen meine Lyrik mit den Bildern von Angelika zu einer Einheit.
In diesem Fall zu einer weihnachtlichen Einheit mit verlängertem Mindesthaltbarkeitsdatum.
Verschenken Sie "Herzenswünsche" zu Weihnachten...

"Wenn Impulse die Wurzeln der Gedanken sind,
entstehen Herzenswünsche..."

Das ist der Anfang der Lyrik, die wir auf die Rückseite unserer diesjährigen Weihnachtskarte gedruckt haben.



Uns war es wichtig, einen Impuls zu geben, Träume zu vermitteln und Energien zu verschenken, damit sich Herzenswünsche erfüllen können. Wir wollten keine Karte, die ihre Haltbarkeit nach Neujahr verliert. Wir wollten eine Karte, die bleibt, heraussticht und ein schönes Andenken an einen freundlichen Menschen ist.

Was ist schöner als mit einer zauberhaften Karte Herzenswünsche zu verschenken und so den Menschen, denen man diese liebevollen und freundschaftlichen Gedanken mit unserer Karte übermittelte länger als bis zum Jahreswechsel im Gedächtnis zu bleiben?

Unsere Karte erhalten Sie im weißen, mit Seidenfutter ausgekleideten oder im roten Umschlag.

Speziell für Sie haben wir uns ein attraktives Rabattangebot ausgedacht und informieren Sie gerne! Wir freuen uns ein Gespräch mit Ihnen! Brief an Lyrik und Kunst

Herzlichst

Birgit Bauer

01 Dezember 2008

Advent, Advent....

Die "staade" Zeit hat begonnen. Und ich hoffe, Sie können sie ein wenig genießen. Auf Weihnachtsmärkten stöbern, Glühwein trinken oder sich die Hände an heißen Maroni wärmen...

Katrin Zill von Womens-Edition hat ein Übriges getan, um uns den Advent zu versüßen. Mit Gedichten, Podcasts und anderen Kleinigkeiten, die man täglich neu per Klick auf das Türchen finden kann. Die kleine Weihnachtspause zwischendurch! Klicken Sie rein, freuen Sie sich auf den heiligen Abend und finden Sie mich! Mein Adventsgedicht ist nämlich auch veröffentlicht. Allerdings weiß ich nicht, welches Türchen ich erhalten habe.

Folgen Sie also den kleinen Schneeflocken und klicken Sie sich durch! Bis zum Adventsgedicht von Birgit Bauer!

Der Klick auf den Titel bringt Sie direkt zum Kalender!

Viel Spaß!

Herzlichst
Birgit Bauer

26 März 2008

Lebe leichter...

Lebe Leichter

das Leben leicht zu nehmen,
ist eine Kunst.
Im Schaden die Chance zu finden,
ist oft schwierig.
Zu lächeln,
wenn es schwer wird,
ist nicht einfach.
Und der Schwere ihr Gewicht zu nehmen,
scheint unmöglich.
Doch in all dem Schwermut,
liegt Leichtigkeit.
Sie schwebt über uns,
wir können sie greifen,
das Leben leichter machen.
Schwere Schritte in Schwebende zu verwandeln,
indem wir Perspektiven verrücken,
noch einmal genau auf das schauen,
was uns am Anfang so schwer erschien.
Lebe leichter.

Hab Spaß.

Copyright Birgit Bauer

09 März 2008

Abschied

Ein Lachen,
durch einen Schleier von Tränen.
Ein leises Seufzen,
durch ein samtenes Kichern.
Du musst gehen,
bist mir noch so nah.
Willst mich zum Abschied lächeln sehen,
damit meine Tränen trocknen.
Hast mir dein Herz geöffnet,
mir deine Freundschaft geschenkt.
Ein Herz voller Trauer,
mit einem Lächeln für dich,
ein Licht in meinem Fenster,
mein letztes Winken zu dir.
Du gehst,
ein Teil von dir bleibt.
In Gedanken,Erinnerungen,
und Erlebnissen.
Hast der Welt deinen Stempel aufgedrückt,
ihr gezeigt, was du bist, wer du bist.
Hast dein Leben mit Gefühl gefüllt,
hast Nähe zugelassen und es geliebt.
Alles Gute auf deinem Weg.
Komm gut an und lebe wohl.



Copyright by Birgit Bauer

24 Februar 2008

Ein bißchen verspätet kommts....aber

es kommt ! Das prämierte Gedicht !

Ich bedanke mich bei der Jury der IGdA, der Interessengemeinschaft deutscher Autoren für die Verleihung des 1. Preises des Wettbewerbes für den Adventskalender der IGdA.
Mein Gedicht "Weihnachtsgeheimnis" verbarg sich hinter dem letzten Türchen und ich bin sehr stolz auf mein Werk, das einer Stimmung entsprang, die ich hatte, als ich von einem Spaziergang über einen Weihnachtsmarkt nach Hause kam.

Dass es nun viele Leser erfreuen kann und die Jury überzeugte, freut mich daher um so mehr !

Ein Klick auf den Titel des Artikels bringt Sie zum Gedicht ! Viel Spaß ! Auch wenn Weihnachten schon einige Wochen zurückliegt, sollten wir uns den warmen und liebevollen Gedanken doch eigentlich mitgenommen haben und die Stimmung dieses besonderen Abends im Herzen tragen und transportieren.

Herzlichst
Birgit Bauer

04 Januar 2008

Frei

Frei

Geist und Seele,
zeitlos schwebend,
gleiten schwerelos durch den Raum,
streicheln sich selbst mit Liebe zu mir.

Mein Universum umkreist mich,
alles dreht sich nur um mich selbst
und doch um alles.
Das Leben erlebt.

Gestrauchelt, gefallen, aufgestanden,
geliebt, gehasst, beneidet,
alle Gefühle gefühlt.
Alles von jeder Faser aufgesaugt.

Jenseits von Himmel und Erde
durch den freien Raum geschleudert,
Sterne berührt, Funken gesprüht,
Regentropfen geheult.

Unrat entsorgt, Dinge losgelassen.
Einen eigenen Weg gefunden.
Innere Ruhe, Frieden, zufrieden.
Freier Geist, eigene Worte, Ideen.

Nur Ich.
Klarsicht ins Sein,
konventionsloses Handeln,
Leben ohne Schablone.

Frei.

29 November 2007

Zuviel

Zuviel

Das Leben läuft auf Autopilot.
Die Seele ist ausgeschaltet.
Ertrage keine Schmerzen mehr.
Mag nichts mehr wissen von der Welt.
Kann keine neuen Tritte ertragen.
Bin mit letzter Kraft in mich hineingekrochen.
Habe einen letzten Schlag versucht.
Nicht getroffen. Abgesoffen.
Gestrandet im Nirgendwo,
hoffnungslos verlaufen im Sonstwo.
Ausweglos im Anderswo.

Wirfst mir deinen Rettungsring zu.
Spüre die Umarmung nicht.
Keine Wärme.
Erkenne den Trost nicht.
Habe nur Wut,
erfriere im Sein.
Eiskalte Hand die nach meinem Ich greift.
Gierig wie ein Geier,
kalt wie ein Vampir.
Saugt mich aus.
Lässt mich fallen.

Autopilot an.
Notprogramm ein.
Gefühle aus.
Will nichts spüren.
Will nichts hören.
Will nichts fühlen.
Kann nichts sagen.
Kann mich nicht bewegen,
versteinert im Tränenmeer.
Ertrunken im Schicksal,
erstickt an neuem Wissen.

Es ist einfach nur zu Viel.


November 2007 copyright by Birgit Bauer

07 November 2007

Dem Kokon.... entschlüpft

Als ich meinem Kokon entschlüpfte, war ich zerzaust.
Verwirrt und völlig unwissend.
Sah die Welt vor mir.
Ein Füllhorn voller Möglichkeiten.
Kleiner Schmetterling mit noch pastelligen Farben.
Orientierungslos, weil mir keiner einer Richtung gab.
Ahnungslos, weil mir keiner irgendetwas erklärt hatte.
Ich musste suchen und finden.
Als ich mich in die Lüfte schwang, bemerkte ich die Welt.
Sie war laut und leise, roch gut und stank,
war kalt und warm, grau und bunt,
ernährte und ließ hungern,
und doch, sie versorgte mich.
Nährte meine Seele mit ihrer Geschichte.
Groß und weit lag sie vor mir.
Unerforscht, unbekannt und doch irgendwie vertraut.
Ich suchte und fand.
Das Leben, das ich jetzt lebe.
Meine Flügel wurden bunt.
Ich wurde stärker und werde es immer noch.
Den Mut aufzustehen und in die Welt zu fliegen hab ich nie bereut.
Im Gegenteil, es war das Beste, was mir jemals passieren konnte.
Und die Neugierde treibt mich weiter,
zeigt mir den Weg, der manchmal im Nebel treibt,
und doch klar wie nach einem Sommerregen vor mir liegt.
Das Fliegen ist jetzt leicht.
Der Kokon würde mir nie wieder passen.
Er war zu eng um mich gesponnen.
Bis ich die Welt sah und ihn sprengte.
Das was kam nahm und eintauchte.
In mein richtiges Leben.

12 Oktober 2007

Vollwaschgang

Das Leben kann sein wie eine Waschmaschine.
Zuerst weicht es dich ein,
wiegt dich sanft in befreienden Fluten,
um dich im Hauptwaschgang kräftig ins Schwimmen zu bringen.
Mit Weichspüler besänftigt es das aufgewühlte Gemüt.
Pflegt und cremt es ein, wiegt es sanft bis es zur Ruhe kommt,
um spätestens mit 1200 Schleudertouren
alles wieder zu mischen,
durchrütteln bis alles wieder im Chaos endet,
bis aller Saft aus dir heraus geschleudert ist.
Bis du nicht mehr kannst.
Dann ist es Zeit, das Waschprogramm mit gewaschenem Kopf zu verlassen,
sich in den Trockner zu legen
sich von warmen Winden neue Gedanken durch das Gehirn pusten zu lassen
und frisch gewaschen das Leben aus neuer Perspektive zu betrachten.

13 August 2007

Sommertag?

Sommertag?

Hey, hier ist es so hell!
Ein gelber Ball steht am Himmel,
der sich mit knalligem Blau schmückt.
Wärmt und erfreut meine Sinne.
Das Grün des Rasens leuchtet saftig,
riecht nach Gras und Leben.
Rot, Pink und Orange lachen Blumen dazwischen
und locken knallig das kleine Leben an.
Die Temperatur ist lau, der Wind seidenweich.
Ich wickle mich darin ein,
träume mich in den Sommer,
laufe über die taunasse Wiese
und schenke dem Tag ein Lächeln,
von dem ich glaubte, ihn schon verloren zu haben!

Sommertag!

02 August 2007

Leer

Leer

Leer gesogen,
ausgelutscht.

Weggeschmissen,
an der Wand hinab gerutscht.

Energie abgezogen,
meine Richtung verbogen.

Mich durchgekaut und ausgespuckt,
die Zellen haben ausgezuckt.

Ich bin leer,
mein Gegenüber voll.

Negatives Treiben,
weiß nicht wohin ich soll.

Bin voller Angst,
groß war die Pein.

Das was da ist,
soll so nicht sein.

Ich tobe laut,
weine ganz still.

Das ist nicht das,
was ich will.

Man hat mich geschunden.
Bin voller Wunden.

Verschlungen und dann ausgekotzt.
So wird das nichts, hat man mir hingerotzt.

Ich bin leer und meine Seele zerrüttet.
Jemand hat sie ausgeschüttet.

Leer bin ich und leide stumm.
Die Welt zu laut um mich herum.

Will meine Ruhe, meinen Trost,
zu sehr hat mich der Tag erbost.

Gefühle verletzt, von Angst zersetzt,
die Lust gestohlen, die Trübnis empfohlen.

Ich schreie auf, sehe nicht zu,
Welt ich komme. Morgen.

Heute ist Ruh.

26 Juli 2007

Vollmond

Vollmond

Der Mond ist mein Spot,
wirft seinen Schein auf mich,
hüllt mich in kaltes Licht,
und wärmt meinen Geist.

Die Nacht ist mein Theatersaal,
getrieben vom vollmondigen Summen
spiele ich meine Rolle.
Die Rolle des hellsten Sterns.

Die Strasse ist meine Bühne, die Nacht mein Theatersaal,
der Vorhang hebt sich und der kaltes Licht umhüllt mein Sein,
die dunkle Welt sieht nur mich.
Diva im Mondspot.

Kein Monolog, ein Tanz beginnt,
ich falle in den Rhythmus, den mir die Sterne zeigen,
atme kalte Luft wie eine Droge,
höre die Stille und bewege mich mit ihr.

Meine Arme umschließen die Welt,
glücklich strahle ich in die Nacht,
funkle mit den Sternen um die Wette,
tanze Walzer mit den Wolken.

Mein Blut wird zu Champagner,
mein Körper zum Sturm,
ich tanze über die graue Straßenbühne,
genieße den Applaus der raschelnden Schatten.

Verbeuge mich vor den Geistern der Nacht,
küsse den Wind und stürme voran.
Wirble durch das Dunkel,
reiße die dunkle Pforte auf.

Erhelle die Welt mit meinem Funkeln,
gleite langsam in meine Traumwelt.
Träume einen vollmondigen Traum,
bis das Leben mich wieder wach küsst!