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02 September 2022

Der fünfte Tag der Woche - Warum "Frei"tage so sinnvoll sind!




Uff, was eine Woche. Sie rast, fliegt und die Arbeit endet nicht. Tut sie nie. Es ist anstrengend, dieses "am Ball bleiben" und das durchzuhalten kann erschöpfend sein. 

Es gibt und gab Tage, da plumpse ich aufs Sofa, weiß eigentlich, dass noch viel zu tun wäre, aber ich kann einfach nicht mehr. Ein Umstand, der uns hier in der Manufaktur vor einiger Zeit zu Denken gegeben hat. Wir haben uns Lösungen gesucht. Und Antworten, versteht sich. ;-) 

Das andere Ding ist nämlich, wenn man sich nur noch um den "Laden kümmert", sprich anfallende Dinge irgendwie im Laufschritt parallel zu anderen erledigen muss um alles zu schaffen, geht einem so viel verloren. Und da reden wir nicht über Lebensqualität, die in dem Zustand an sich schon nicht mehr existiert, wir reden über Kreativität, über das, was man abliefert und natürlich über den Spaß am Job und an dem, was man tut und an der Jobqualität. Also der Lebensqualität im Job. Oder Motivation. 

Wir haben uns hier  Gedanken gemacht, was man tun kann. Oder muss. Es gab Ideen, Tests und Dinge, die wir verworfen haben, weil es nicht passte. Es ist uns wichtig, die Balance zu halten weil wir finden, man darf, ja sogar muss, Spaß am Job haben. Weil das dazu beiträgt, unsere Arbeit wirklich gut zu machen. 

Das Ergebnis vorab: Liegen bleibt dennoch nichts.

01 April 2021

Über Empörung und wie ich Wolle zum Engagement machte ...

Was haben wir uns in den vergangenen Wochen aufgeregt oder? 

So gesehen, hätten wir gekonnt, hätten sich Stammtische, Kaffeerunden und andere Gesprächsrunden in den Lokalen getroffen und hätten sich gemeinsam aufgeregt. 

Selbst bei mir fielen Grenzen und ich äußerte mich auf Twitter, noch freundlich aber deutlich, zur Lage. Etwas, das ich normalerweise vermeide weil das nie zu etwas Gutem führt, aber auch ich konnte nicht umhin, Stellung zu beziehen und meiner Entrüstung freien Lauf zu lassen. 


Klar ist, bei uns läuft eine Menge falsch. Ich will auch gar nicht einzeln aufzählen wo die Fehler und Missstände sind, wir kennen sie alle. Und entrüsten uns. Für den Moment hilft das auch aber gesund ist es nicht wirklich, abgesehen davon dass es nicht gut für die Stimmung ist. 

Aber manchmal muss man den Müll loswerden stimmt's? 

18 März 2021

Zwischen Social Media und Sonntagsbraten ...


Letztens kommentierte ich auf Instagram zu einem anderen Thema, es war der Welt Frauen Tag, dass ich eine Frau bin, die mit Social Media und Sonntagsbraten lebt.

Es ist tatsächlich so: Ich kann Beides und bin ganz zufrieden damit. Weil ich mich ausdrücken und vernetzen kann und satt kriege ich mich und meine Familie auch. 

Während der Woche arbeite ich viel. Derzeit ausschließlich online. Was zur Folge hat, dass ich auch Dinge mitkriege, die ich an und für sich gar nicht mitbekommen möchte. Dinge, die mir weh tun, weil es schlicht falsche Informationen sind, auch die eine oder andere Nabelschau würde ich mir ehrlich gesagt gerne sparen. 

Die Folge dieser Flut ist, dass ich mich am Freitag immer total überfrachtet fühle. Ich habe zwar die eine oder andere Strategie, wie ich auch während der Woche nicht allem über den Weg laufen muss, aber dennoch, ein Rest bleibt immer. Und der kann belastend sein. Der beste Grund für Sonntagsbraten oder? 

28 April 2020

Über den gesunden Menschenverstand, Informationen und geteilte Zombies!

Bäääämmm, es war wieder soweit, der mittlerweile verstummt geglaubte Mythos lebte wieder auf. Letztes Wochenende lief er mir ständig über den Weg und erklärte mir, dass Facebook ab sofort nur noch die Beiträge von 25 Freunden anzeigen würde. In Zukunft. Das sollte man sich an dieser Stelle merken, es kommt nämlich gleich nochmal.

Der Mythos, der vor zwei Jahren schon sein Unwesen trieb und trotz mehrfacher Richtigstellung und Erklärung von unterschiedlichsten Seiten munter geteilt wurde, lebte wieder auf. Irgendein gutgläubiger Mensch hatte ihn gefunden und mit allen Mitteln wieder belebt.

Wie kann es sein, dass dieses böse Netzwerk nur noch die Beiträge von 25 Freunden anzeigt? Unverschämt ist das. Grund genug das mal kräftig zu teilen, unters Facebookvolk zu bringen, auf dass es sich kollektiv erzürnen möge.

Sie wollen wissen, über was ich genau jetzt anfange mich aufzuregen? Bitteschön! Hier entlang, Mimikama sei Dank wird hier aufgeklärt! Hier erfahren Sie schon vorab den Hintergrund der 25 Freunde und des Kettenbriefes. Sie können aber auch gerne weiterlesen. Das freut mich.

01 Januar 2020

Und einfach mal schweigen ...


In diesem Jahr ist viel passiert. Was haben wir alle kommentiert. Diskutiert und geredet.

Jetzt, wo sich der Trubel ein wenig einbrennst, es leiser wird, werden viele gesagte Dinge in diesem Jahr laut. Wenn ich so zurückschaue, fällt mir auf, dass das Kommentieren wohl zum Volkssport geworden ist.

Wenn etwas passiert, sind wir da. Mit meist wenig hilfreichen und auch hilfreichen Kommentaren. Egal ob es private Nutzer in sozialen Netzwerken sind, die ihre vom Hörensagen genährten Kommentare absondern oder so genannte "Experten" die seltsame Anfragen anonym, aber verletzend und unangebracht über soziale Netzwerke kommentieren oder ob es Medien sind, die sofort parat sind wenn etwas passiert und die oft scheinbar betriebsblind loslegen.

Oft geschieht das Kommentieren scheinbar ohne einmal einen zweiten Blick zu verwenden, sich Gedanken darüber zu machen ob der Kommentar oder die Berichterstattung wirklich angemessen oder gar angebracht ist. Sich einen Moment Gedanken zu machen, ob das der eigenen Aussenwirkung schadet, andere verletzt und deprimiert, vor den Kopf stößt oder andere negative Emotionen von anderen als Rattenschwanz nach sich zieht, scheint ein Moment, der nicht vorhanden ist. Überbewertet möglicherweise? Wer weiß das schon.

Bild Shutterstock
Klar ist, kommentieren muss man schnell. Manches Ereignis verlangt schnelle Reaktionen, keine Frage.

Auf der anderen Seite, das ist nicht immer der Fall. Wer in diesen Fällen jedoch nicht schnell genug kommentiert, läuft Gefahr nicht gelesen zu werden. Was jetzt auch nicht gut ist. Denn das Leben in den sozialen Netzwerken ist verdammt schnell. Wer nicht gesehen wird, wird übersehen und nicht mehr wahrgenommen. So die Befürchtung. Aber ist dem wirklich so? Ich glaube nicht. Ab und an ist es vorteilhafter, etwas mit Bedacht zu tun, sorgfältig zu betrachten und sich dann vielleicht zu äußern. Weil Qualität durchaus besser ist als Quantität und der Grund, einfach mal was gesagt zu haben.

Ich empfinde es als wohltuend, wenn ich mir Zeit nehme, um einen Kommentar abzusondern. Klar bin ich auch schnell, manchmal gar vorschnell, das passiert mir schon auch. Aber ich versuche immer, bewusst zu sortieren. Dinge, die Schnelligkeit erfordern  und die, die Zeit brauchen, einen Moment der Ruhe und des Nachsehens. Und dieser Moment war schon oft dafür verantwortlich, dass ich auch hier den einen oder anderen Blogbeitrag nicht publiziert habe.

Das ist manchmal eine Herausforderung. Oft genug juckt es mich in den Fingern, weil mich die Emotionen überfallen. Besonders wenn ich wieder einmal etwas lese, was definitiv eine Äußerung basierend auf Hörensagen oder pure Besserwisserei gegenüber denen ist, die sich an jemand wenden, der es besser wissen sollte. So oder so.

Diese kleinen Räuber mit ihren Emotionen stehen dann mit ihren schwarzen Masken hinter der nächsten Ecke und versuchen mich quasi aus den Socken zu werfen. Ihr Ziel ist es, mich hinzureißen und zu kommentieren, egal ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht. Sie versuchen, mir die Zeit zu rauben, die es braucht, um einen klaren Gedanken zu fassen. Ihr Motto ist klar: Hauptsache die Luft hat gescheppert.

Und klar, obwohl ich ganz genau weiß, dass der eine oder andere Kommentar vor Sarkasmus oder Ironie, Entrüstung oder einem hämischen Lächeln nach dem Motto "Haben wir das nicht schon vorher gesagt" gespickt sein wird, passiert es mir schon auch.
Hinterher hab ich dann einen Kater. Den, des unangebrachten Kommentarrausches. Das kann schmerzhaft sein und oft einen falschen Eindruck hinterlassen. Deshalb habe ich angefangen, mir den Moment von den Schwarzmaskenträgern hinter der nächsten Ecke, wieder zu holen. Ich überfalle sie. In dem ich aufstehe, mich definitiv und nachdrücklich vom Rechner entferne, das Smartphone aus meiner Reichweite platziere und sie so betäube, ausschalte und klare Gedanken fasse.

Weil einfach mal schweigen besser sein kann ... nicht immer, aber in vielen Fällen. 




Das Team der Manufaktur für Antworten und ich wünschen Ihnen allen ein gesundes, erfolgreiches und gutes neues Jahr!

Herzliche Grüße


Birgit





Text: Birgit Bauer
Bilder:

Laternen: Pixabay.com
Sanduhr und Klee: Shutterstock.com

29 August 2019

Biergärten, Gscheithaferl und Diskussionen .... Sommer Social Media :-)

Ich liebe Biergärten. Sie sind bunt, lustig, manchmal schräg und immer sehenswert. Da zu sitzen, Menschen gucken, ein Radler oder ein Bier mit einer Brotzeit genießen und sehen und hören was so passiert ist für mich eine wunderbare Sache, die ich sehr genieße.



Ein Biergarten ist ein ganz eigener Kosmos. Dort findet man ein Sammelsurium an Charakteren, Ansichten, Meinungen und kuriosen Gedankengängen. Da sind die Beobachter, die Quatscher, die Diskutierer, Grantler und Gscheithaferl. Die Stylishen und die, die in Schlappen vorbeischauen, weil es noch ein Feierabendbier gibt und man die Kinder vom Freibad nach Hause bringt und denen zufällig Pommes versprochen hat.

Es wird diskutiert, fabuliert, es gibt schlaue Dinge und solche, die eigentlich auch unterm Biertisch liegen könnten weil sie keiner braucht. Es gibt Hin- und Weggucker, solche Einblicke, die man sich gerne erspart hätte und vieles mehr. Man kommt an, setzt sich irgendwo an einen freien Platz, kommt ins Gespräch und ab und an kommt mir der Gedanke, dass gerade diese Vielfalt ein bisschen wie Twitter oder Facebook oder auch Linkedin ist.

Biergärten sind für mich oft ein Sammelsurium von sozialen Netzwerken. Nur live und in Farbe.

17 August 2018

Aufgeblasen, beschönigt, überbordend und? Abgestürzt.


Als ich neulich mit einem Konzept konfrontiert wurde, bekam ich kurzzeitig so etwas wie Beklemmungen. 

Ich könnte auch sagen, mir wurde schlecht. 




So, als hätte ich zuviele Süßigkeiten gegessen. Das Pamphlet war gespickt mit Adjektiven und strotzte nur so vor klebrigen und überflüssigen Wörtern, die hemmungslos übertrieben.  ;-)

11 September 2017

Was wenn du nicht mehr da bist? Digitale Fragen über das Sterben ...

Vor einigen Jahren saß ich in einer Redaktionssitzung und bekam fiese Sprüche gedrückt und Gelächter.

Ich hatte das Thema "Digitaler Nachlass" vorgeschlagen. Davor war jemand aus meinem Umfeld gestorben und war im Netz immer noch gut vertreten. Eine seltsame Situation, die mich dazu brachte, danach zu fragen, was Angehörige in solchen Momenten tun sollten. Denn, wenn ein Mensch stirbt, denkt man wahrscheinlich eher nicht an den digitalen Nachlaß, sondern an andere Dinge. Allerdings hatte sich damals vor einigen Jahren, die Frage erst einmal eingebrannt:

Was, wenn Du stirbst und dieses Thema nicht überdacht und etwas geregelt hast? Bist du dann ein digitaler Zombie?

16 Februar 2016

Sinnvolles Kundenvergraulen leicht gemacht!

Neulich war es soweit: Ich verlangte ein Minimum an Kommunikation. Und bekam? Nichts.

Meine Anfrage landete irgendwo im Nirvana, zwischen "Hab ich voll keinen Bock, weil es könnte unangenehm werden" und "Och, die kommt schon von selbst wieder".

Ich hatte eine Frage bezüglich einer Anschaffung und wurde herb enttäuscht. Meine Anfrage wurde zwar mit einem "Wir telefonieren am Montag" vertröstet, aber auf Montag warte ich irgendwie immer noch. Seit ungefähr drei Wochen.

02 Juni 2015

Geduldsspielchen? Oder warum Trotz keine Strategie ist!

"Ich! Will! Das! Jetzt!"

Hilft der Aufschrei und die rüde von sich gegebene Forderung nicht stampft man mit dem Fuß, wirft sich mit Schmackes auf den Boden, strampelt mit den Beinen, wälzt sich und kreischt.

Gut, übertriebenes Szenario aber die eine oder andere Geste haben wir schon alle erlebt. Zum Beispiel im Supermarkt, wenn der Filius vor einem an der Kasse den Lutscher nicht bekommt oder wenn Mama statt Pommes Äpfel kauft. 
Entweder wir waren mittendrin oder als Zaungast eine der Personen, die mit dem Kopf schütteln, sich amüsieren oder einfach mitleidig schauen. Was auch immer. 

19 November 2014

Weil da immer einer ist, der dir hilft!

Als mir vor Jahren eine schlaue Seele erklärte, dass man mit Netzwerken weiterkommen kann, dass sie helfen und dass man sie pflegen muss, dachte ich mir so lässig: Für was werd ich die wohl brauchen?

Na gut, es war jemand, der so Recht hatte und Jahre später war mir klar warum. So unter uns gesagt, ich hatte schon auf den Menschen gehört und mir damals gedacht, dass es ja nicht schaden kann, das mit dem Netzwerken.

Richtig kapiert habe ich es als ich zum ersten Mal wirklich Hilfe brauchte und sie auch bekam. Ohne irgendwelche Gegenforderungen. IEinfach so. Menschen, die ich nicht persönlich kannte, verhalfen mir zu Informationen, gaben mir Tipps und erklärten mir die Welt. Also, sie versuchten es. :-)

Damals hatte ich gerade meine MS Diagnose bekommen und das ist fast 10 Jahre her und hätte ich damals mein Fenster zur Welt nicht gehabt, ich wäre wohl wesentlich langsamer wieder auf die Beine gekommen. Sie haben mich getröstet, virtuell umarmt, aber eben auch informiert und mir Empfehlungen geschickt, Tipps gegeben und mir Mut gemacht. Irgendwie ein Rundum - Sorglospaket.


Seither ist mein Netzwerk mir noch wichtiger geworden. Mir ganz persönlich. Weil da immer einer ist, der dir hilft.

21 Mai 2014

Mission: Schau hinter die Kulisse - Unterwegs bei manomama in Augsburg

Wie Ihr alle wißt, schreibe ich für die Wirtschaftszeitung Regensburg immer wieder spannende Reportagen und Berichte. Neuerdings bin ich auch unterwegs für die Serie "WZ unterwegs".
In der Serie geht es darum, auch hinter die Kulissen eines Themas zu schauen. Nicht das, was vorne glänzt, sondern das, was dort hinten, in der Ecke lümmelt, ist das, was ich spannend finde.

Die erklärte Mission: Finde das Unentdeckte und erzähl es.

In diesem "Unterwegs" war ich bei manomama in Augsburg unterwegs und traf die Gründerin und Unternehmerin Sina Trinkwalder und ihre Ladies und Gents. Es war sehr beeindruckend und spannend. Das kann ich sagen.

Was rauskam? Lesen hilft: :-) "WZ unterwegs: Birgit Bauer meets Manomama!

In Kürze: Social Media Consultants. Eine weitere Leseprobe.

Viel Spaß und viele Grüße
Birgit Bauer

Textfile mit freundlicher Genehmigung der Wirtschaftszeitung Regensburg
Copyright by Birgit Bauer 2014

08 Januar 2014

Ein Interview zum Thema Autismus auf dem 1. Arbeitsmarkt

Heute gibt es eine Leseprobe, die wohl schon viele erwarten. :-)

Vor einiger Zeit war ich für die Wirtschaftszeitung Regensburg mit dem Thema "Autismus" auf Recherche. In dem Artikel sollte es darum gehen, dass Asperger Autisten wahre Experten sind, wenn es darum geht, Fehler in Datenbanken oder in Software zu finden.

Was daraus wurde ist eine Seite mit Fakten, spannenden Eindrücken und einem Besuch am Arbeitsplatz.

Mit freundlicher Genehmigung der Wirtschaftszeitung Regensburg hier zu lesen: Geredet wird sowieso! Reportage von Birgit Bauer

Viel Spaß!

Herzliche Grüße,
Birgit Bauer

16 August 2013

Die Woche - Ich hör Ihre Klingel nicht! Und so! 12.08. bis 16.08.2013

Montag: 

"Ich hörte Ihre Klingel nicht", hörte ich heute von einem Paketzusteller.
Aha!

Das kam, nachdem ich ihn quasi im letzten Moment davon abhalten konnte, mit meinen neuen Schuhen, die zu meinem Dirndl passen, einfach wieder abzuhauen. Eine wichtige Sache, denn die Schuhe sind endlich die, die ich seit Jahren suche und ich wollte sie unbedingt.

Aber er hörte die Klingel nicht. Was mich zur nächsten Frage bringt: Wieso muss er die Klingel hören? Wenn draußen klingelt, hört er es, aber ich nicht.
Ich bekam keine Antwort außer: Ihr Auto steht auch nicht da.

Das wiederum werte ich nicht als Signal für meine Anwesenheit, zumal es ja dasteht. An seinem Platz, den wir dafür vorgesehen haben. In der Garage.

Daher:

Liebe Paketzusteller,
es nutzt nichts, wenn Sie die Klingel hören, ich muss sie hören. Damit ich an die Haustüre komme, was ich allerdings im Normalfall vom 2. OG aus mache, auf zwei Beinen und in dem mir möglichen höchsten Tempo. Dass ich leider nicht fähig bin, in Lichtgeschwindigkeit und mit Warp 10 sofort nach dem letzten Ton parat zu stehen, müssen Sie mir nachsehen. In meiner Produktionsreihe gabs sowas Modernes nicht.

Es hilft auch nicht, nur zu klingeln und sofort zu gehen. Da werden sie den Kram auch nicht los.

Also, Klingeln, Geduld haben und mein Auto, das auf seinem Platz in der Garage steht, bleibt da und wird nicht als Zeichen meiner Anwesenheit dienen, in dem ich es für Sie vor meinem Haus parke.

Dienstag:

Ich bin schwerhörig. Zumindest nehme ich das an. Eigentlich ist mir klar, wie man bei der Post Retourensendungen aufgibt. Wieso mich die Mitarbeiterin an der Annahme so anschreit und mir was über Portokosten erklärt, habe ich nicht verstanden. Ein Hinweis, dass ich weder Porto brauche, noch uninformiert oder schwerhörig bin, fruchtet nicht. Ein energisches Wiedersehen unterbricht den Redefluss auch nicht. Also gehe ich. Ganz einfach. Kundenfreundliche Beratung und brauchbare Information sieht irgendwie anders aus. Aber:

Und wenn sie nicht ... na ja, Sie wissen schon.

Außerdem mache ich mir Gedanken auf meinem Blog "Mein Leben mit MS" über das Wahlgekämpfe. Denn über Zinsen, Konjunktur, Autobahnmaut und derlei hört man viel. Über Gesundheit nicht. Ich frage mich, ob Gesundheit eine Rolle für den Wahlkampf spielt. Für mich tut sie das. Unser Gesundheitssystem ist nicht übel, aber es ist auch Patient, der dringend eine Kur braucht. Wahrscheinlich ist es deshalb noch nicht Thema, weil ein Antrag auf Kur schon sehr lange dauern kann, aber ganz ehrlich und ohne Blödel: Für mich ist es ein Thema und kann das Zünglein an meiner Wahlstimme sein. Und es kann doch nicht sein, dass Gesundheit keine Rolle spielt. Oder wieso tropfts da so spärlich ins Publikum?

Mittwoch:

Es gibt Tage, an denen sitzt man am Abend bei seinem Glas Wein da und man denkt: Den merkst du dir.
Man merkt sich diesen Tag deshalb, weil er so außergewöhnlich, so speziell und spannend war, dass man ihn gerne erinnert.
Und wenn ich dann mit 85 auf meiner Hausbank hocke, an einem neuen Socken stricke, weil meine Zehen immerzu kalt sind und das Herzblatt gemütlich an seinem Bierseidel nippt, dann werde ich mich erinnern und mir denken: Boa, war der Tag genial!

So ähnlich schrieb ich das auch auf Facebook. Und ich wiederhole mich, weil es Tage gibt, die kann man nur so beschreiben. Wann war Ihr letzter wirklich denkwürdiger genialer Tag?

Donnertag:

Gell: Feiertag is in Bayern. Also zumindest dort, wo ich wohne. In Anbetracht dessen, dass in Abensberg der Gillamoos (Bayerns ältester Traditionsjahrmarkt) naht und man jetzt schon mal das eine oder andere Festbier probieren darf, geht man auch mal hin. Also, zur Bierprobe. In dem Fall ging es um ein besonders süffiges Gebräu, das zum 700.sten Jubiläum des Gillamoos, das in diesem Jahr besonders zünftig gefeiert werden soll vom Abensberger Ottenbräu gebraut wurde.
Und wie geht man so hin zu so einem zünftig bayerischen Fest? Mit dem Dirndl. Genau!
Dass so ein Dirndl gewisse Kniffe und Tricks erfordert, um standesgemäß getragen zu werden, weiß Frau. Das Bscheisserl muss gut sitzen und diverse Maßnahmen für unten drunter müssen auch her. Damit das Holz vor der Hütte ordentlich und gut ausschaut. Wir verstehen uns oder? ;-) Dank der Unterstützung resoluter Fachkraft kann ich im Dirndl extrem gut ausschauen. Das weiß ich, weil einem, wenns gut passt, eben so mancher Lederhosenkerl tief in die Aug ... äh, die Auslage schaut! ;-)

Freitag:

Aufgrund des Feiertages ist es möglich, Büroruhe zu genießen und Gedanken nachzuhängen. Zum Beispiel denen von Zielen. Wie viel Ziel tut gut? Ist es manchmal ein Ziel kein großes Ziel zu haben, sondern einfach gut mit und von der eigenen Arbeit zu leben?
Oder ist es ein gutes Ziel, einfach seinen Weg zu machen und nicht ständig drüber nachzudenken, wie zielgerichtet man sich nach oben wursteln kann?
Oder sind Ziele sowieso total überflüssig, weil man über dem Hinterhecheln ob des Erreichen des Zieles vergisst, dass man lebt?
Ist es immer richtig und wichtig, nach Höherem zu streben anstatt das Jetzt zu sehen und anzunehmen und das Beste aus genau dem zu machen, was gerade da ist? Zugreifen, wenns geht und auch mal ziellos sein, wenns eben passt? 

Ich für mich habe entschieden, mir gewisse Ziele zu setzen, ich gebe zu, es motiviert mich, ein Ziel zu haben. Aber ich erzwinge sie nicht. Ich nehme sie dann ins Visier, wenn die Gelegenheit passt. ich habe gelernt, dass man Ziele nicht erzwingen kann. Sie brauchen ab und an eine Pause. Genau wie wir. Und dann sind sie da. Man muss nur zugreifen, allerdings darf man eins nicht: Das Ziel vor Zielwald nicht übersehen. Weil manchmal liegt einem die Chance vor den Füßen und nicht meilenweit  entfernt. Aber dafür, glaube ich, muss man das Leben zu leben gelernt haben. Sonst wirds nix.

In diesem Sinne, mein Ziel ist es jetzt, ein wenig auszuspannen, über Ideen nachzudenken, wenn mir danach ist und heute einfach mal zu leben.

Ein schönes Wochenende!
Birgit

Copyright by Birgit Bauer 2013


22 Februar 2013

Meine tägliche Ration Ausmisten gib mir heute. Das Nest mit den Strickheften ...

Wer mich kennt, der weiß, dass ich gerne und viel stricke.

Beispielsweise solche Dinge:

Das wurde eine Stola :-) 
Beim Ausmisten im Gästezimmer, das nun zum Bücherzimmer mit Schlafgelegenheit umgebaut wird, stieß ich auf ein Nest. Quasi ein Rudel uralter Strickzeitschriften fiel mir zwischen die Finger. Looks, die lange vorbei sind und mit Qualitäten gearbeitet wurden, die wir heute nicht mehr anrühren würden. :-) Amüsiert habe ich mich festgelesen und jede die das Nadelspiel beherrscht, wird jetzt aufschreien: Ich werde sie entsorgen.

Normalerweise hüte ich so etwas sehr lange und noch länger. Allerdings würde ich mir keinen der gezeigten Pullis arbeiten, ich entwickle oft selbst meine Anleitungen und Ideen. Ich sehe auf der Straße tolle Looks, finde schöne Muster oder lasse mich durch das Netz inspirieren. Daher war die Frage tatsächlich da: Brauchst du das wirklich?

Nein! Wenn ich aufrichtig und ehrlich bin. Meine wirkliche Sammlung an Kostbarkeiten lagert in zwei Kisten, schön nach Sommer und Winter sortiert und liegt mir sehr am Herzen.

Daher trenne ich mich ...

Der Vorteil: Platz für wichtige Ordner wird frei. Ich habe einen Archivplatz mehr zur Verfügung und erreiche in meinem Arbeitszimmer mehr Denkfreiheit. Und genau das ist das Ziel: Mehr Denkfreiheit durch Entlastung und ehrliche Antworten.

Von was trennt Ihr Euch?

Ach ja, mein "Alter" geht auch. :-)))) Der Bürostuhl, gemütliche Kuhle mit Kissen und perfekt für Lümmelstellung hat die Kündigung bekommen. Er ist nicht besonders gesund. Wenn auch heiß geliebt. Sein Platz ist jetzt durch einen sehr modernen, aber schicken und vor allem gesunden Bürostuhl für Vielsitzer gefüllt und ich bin froh über diese Entscheidung!

Grüße
Birgit


Copyright by Manufaktur für Antworten - Birgit Bauer 2013

19 Februar 2013

Fastenzeit? Meine tägliche Ration Ausmisten gibt mir heute! Das mit den Zeitschriften und so ...

Wir erinnern uns: Vor Weihnachten habe ich versucht, jeden Tag eine Schublade oder einen Ordner auszumisten.

Ein irrer Papierberg füllte unser Tonnenhaus und wurde nun fachgerecht entsorgt.

Jetzt ist Fastenzeit und alle in meiner Umgebung tun etwas. Sie sparen Süssigkeiten, trinken keinen Alkohol, sind auf Shoppingentzug und tun viele Dinge, um sich fastend bis Ostern mit dem Verzicht zu beschäftigen.

Ich überlegte, wonach mir der Sinn steht. Verzicht? Nicht? Doch? Was jetzt?

Sie ahnen es bestimmt schon: Ich miste wieder aus. Die Tage, die ich vor Weihnachten beruflich umherreiste, werden jetzt aufgeholt.

Denn da liegen noch ungefähr 8 Jahre Modemagazin, sorgsam gesammelt, gehütet und jetzt als Platzfresser identifiziert, es gibt auch noch ein wenig Bedarf im Kleiderschrank und auch im Bücherregal stapeln sich Schmöker, deren Verbleib ich noch einmal durchdenken muss. (Und nein, keine Entsetzensschreie, ich werfe die Bücher nicht in den Müll, ich werde sie aussetzen oder verschenken!)

Heute fielen ca. 5 Stehordner einer Ausmistorgie zum Opfer, in denen ich altes Recherchematerial, dessen MHD richtig abgelaufen war, aufbewahrte. Zur Auswahl für morgen stehen zwei Standordner mit Ausgaben eines Magazines, die ich seit zwei Jahren habe, aber nach einem ersten Lesen nie wieder ansah.

Danach führt mich die Reise ins Gästezimmer, wo die Modemagazine lagern und diverse Ordner mit Handwerks- und Basteltipps auf mich warten.

Es bleibt spannend. Wir misten also wieder aus, lassen Luft für den Frühling und freuen uns auf das, was kommt!

Was machen Sie in der Fastenzeit?

Ihre Birgit Bauer
Ausmistkönigin




24 Dezember 2012

Meine tägliche Ration Ausmisten gib mir heute! Der Endspurt und ... fröhliche Weihnachten!

Da ist er also: der 24. Dezember.

Eigentlich geht das Ausmistprojekt heute zu Ende. Die 46 Tage vor Weihnachten sind geschafft.
Ich bins eigentlich auch. Aber anders. Mein Akku ist, das muss ich zugeben, ein wenig ausgelutscht und braucht eine Pause. Aber nicht vom Ausmisten. Ich habe Blut geleckt. Ausmisten, so meine Feststellung, kann süchtig machen. Ich bin wohl jetzt ein Ausmistjunkie. :-)

Am Anfang war es schon so, dass ich mich etwas zwingen musste, um wirklich etwas in den Papiermüll zu packen. Jetzt tut es mir gut, mir selbst das Leben zu erleichtern, in dem ich mich trenne. Der Virus hat auch auf das ganze Haus übergegriffen. Als nächstes Zimmer glaubt mein Gästezimmer dran, es wird ein Lesezimmer mit Gästebett und einem Miniarbeitsplatz.

Diese Woche haben noch einige Ordner dran geglaubt und die Papiertonne darf sich über Nachschub freuen. Es geht also weiter, denn, bedingt durch einige Reisetage mitten in der Ausmistzeit ist auch Zeit verloren gegangen. Zeit, die für die Sichtung von Materialien gedacht war. Daher gehe ich jetzt in die Verlängerung.

Ich wünsche Ihnen heute frohe Weihnachten. Genießen Sie die Feiertage und haben Sie Spaß bei allem, was Sie tun.




Ich genieße bereits seit November. Vielleicht ist es Ihnen zu Ohren gekommen, ich war auf Reisen. Und nicht nur eben so, sondern schon besonders. Ich war nach Finnland, genauer gesagt, nach Rovaniemi in Lappland, ganz oben im Norden, am Polarkreis eingeladen.
Neben einer Menge Design, was das eigentliche Thema der Reise war, habe ich auch eine Person getroffen, die für die Finnen in der Zeit des Advents ganz wichtig ist. Es war ein Interview mit Santa Claus und ich war ziemlich beeindruckt und habe ein Stück seiner friedlichen und netten Art mit nach Hause gebracht.

Den Bericht dazu schrieb ich in meiner "Heimatzeitung" der Mittelbayerischen Zeitung. Eine Seite Santa. Sozusagen und die können Sie jetzt als meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte nachlesen!

Eine Seite Santa mit Birgit!

Viel Spaß und eine schöne Zeit!

Birgit Bauer

Bericht mit freundlicher Genehmigung der MZ
Copyright by Birgit Bauer 2012

17 Dezember 2012

Meine tägliche Ration Ausmisten gib mir heute: Tu ichs?

Letzte Woche schrieb ich über das Ausmisten im Onlinebereich. Follower, Freunde, Kontakte, was es nicht alles gibt.
Kaum hatte ich das gepostet, kamen erste Zweifler und Entfolger.

Es entfolgten mich: Escortservices (Ja, klar, ich rufe an, wenn ich Begleitung benötige!), komische Zeitgenossen, Werbeseiten und solche, von denen ich noch nie etwas hörte.
Die Nebenwirkung ist positiv. Klar ist die Zahl ein wenig gesunken, aber dafür kamen Kontakte zum Vorschein, die ich ewig nicht las und wir wunderten uns vor einigen Tagen via Email darüber, dass wir uns schier aus den Augen verloren hatten, durch die lockere Netzwerkgestaltung aber wieder mehr Berührungspunkte bekommen.

Ich miste nicht unkontrolliert aus, ich glaube, das gehört auch dazu. Aber ein wenig Kommunikation zwischen Kontakten, Followern und Freunden darfs ruhig auch sein. Heißt doch soziale Medien oder? ;-)

Ein Netzwerk habe ich noch nicht angefasst, ich überlege noch. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass hier ebenfalls ein heilendes Ausmisthändchen wohltuend wäre. Mal schaun. 

Letzte Woche bemühte ich mich um meine Bookmarks. Was sich alles so ansammelt, ist gigantisch. Was ich an toten Links fand, längst ausverkauften Artikeln und Dingen, die so dermaßen überholt waren, war erstaunlich. Ich bin immer noch nicht ganz fertig und ich denke, es braucht noch ein Weilchen, aber mir fällt jetzt schon auf, dass ich wieder den Überblick bekomme im Meer der Links.

Vor mir: Die große Frage zu Weihnachten.

Tu ich es? Wirklich? Miste ich meine gehorteten Stapel von Modemagazinen mal um zwei Jahre aus? Werde ich mich überwinden können? 

Was noch kommt? Zwei Standordner, die aktualisiert werden und jetzt schon leicht aussehen, weil das Nachfüllmaterial herrlich reduziert ist, zwei Ordner auf der Festplatte und ein Fotoordner mit Bildern, den ich auch abgeben kann, weil die Bilder veraltet sind und der Kunde sie nicht mehr mag. Auch eine Nebenwirkung übrigens. Ein Kunde fragte mich neulich, was ich so treibe und ich konnte ihn anstecken. Da er mir einen Teil der Fotodaten zur Verfügung stellte, kam ich auch dran und darf tauschen. Alt, gegen reduziert neu und das ist klasse.

Also, Daumen drücken für die Modemagazinlinie und all die anderen Fragen.

Wie geht es euch? Wer mistet noch?

Birgit 


09 Dezember 2012

Meine tägliche Ration Ausmisten gibt mir heute: Gilts auch für Follower?

Allen einen schönen 2. Advent! Ich hoffe, dass es allen gut geht und Sie im ganzen Rummel auch stille Momenten finden können.

Ich bemühe mich zumindest, das zu tun, wenngleich es nicht immer so einfach ist. :-) Aber es ist zu schaffen und ich genieße meine Musestunden ungemein.

Ob es vom Ausmisten kommt? Wer weiß. Ich glaube aber schon, denn je mehr ich den Trennungsschmerz von so manchem bisher geliebten Teil überwinde, desto mehr Platz schaffe ich für andere Dinge und das tut gut. Man wird aufmerksamer und entwickelt wieder einen Blick für ganz kleine Dinge, die irgendwo vergraben nur darauf warten, zum Vorschein zu kommen.

Kontakte, Follower beispielsweise. Ich habe überlegt, wo eine Ausmistaktion wirklich wichtig wäre und begann, zunächst eher nebenbei, meine elektronischen Sammelsurien zu durchforsten.

Meine Follower. Ich sah  sie alle an und es sind 1511 gewesen. Ich brauchte schon eine ganze Weile, um jedem einen Moment zu schenken und zu überlegen, wann ich ihn das letzte Mal wirklich wahrgenommen hatte. Es tut mir auch wirklich für die leid, die das jetzt lesen und der Aktion zum Opfer gefallen sind, aber hey, ihr wart ein wenig sehr leise und Vernetzung und social Media setzt eine gewisse Kommunikation voraus ... Klar ist es nicht einfach, ein sorgsam entwickeltes Netzwerk zu entlüften, man stellt sich dauernd die Frage, die man ja schon kennt: Brauchst du das wirklich? Im Falle von Netzwerken: Ist dieser Kontakt einer, der wirklich wichtig ist oder nur einer, der nur sammelt und nur des Kontakten Willens irgendwie in die Liste rutschte? Und eigentlich kennt man die Antwort. Man verdrängt sie zuerst einfach und entlüftet dann. Denn, Kontakte, die nur Kontakte sind, um Kontakte zu sein und die sich durch quasi Nullkontakt auszeichnen, sind doch eigentlich keine Kontakte. Oder?

Ich habe also nichts in die Tonne getreten. Ich habe mein Netzwerk entlüftet. Und das war gut, denn so mancher Kontakt kam zum Vorschein, der mir wirklich wichtig ist. Menschen, deren Platz in meinem Netzwerk sicher ist und vergrößert wird.

Nächste Woche geht es aber wieder an Standordner. Es steht noch ein Häuflein in meinem Büro, das einen kritischen Blick benötigt, bevor es dann an die Bücher in meinen Regalen geht, die wiederum an einen anderen Platz sollen und diesen Platz wiederum muss ich erst schaffen.

Raten Sie mal mit was? ;-) Genau: Ausmisten!

Es ist schön und es macht mir immer mehr Spaß. Wichtiges kommt zum Vorschein, glänzt in neuem Licht und alter Staub wird entfernt. Es ist ein wenig wie am eigenen Lack zu kratzen und zu sehen, was man so unter der glänzenden Schicht verbirgt. Man entdeckt Grausliges, Schönes und jede Menge neuer Dinge, die bei mir langsam als Ideen oder neue Projekte ins Leben kommen.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!

Adventsgrüße
Birgit

02 Dezember 2012

Meine tägliche Ration Ausmisten gib mir heute! Advent, das Virus und Zwischengedanken

Einen schönen 1. Advent allerseits!

Gut, ich war nicht besonders aktiv hier in den letzten Wochen und das tut mir leid. Aber ich befand mich für einige Tage am Polarkreis und hatte ein Date mit Santa Claus (Berichte folgen) und war ziemlich beschäftigt mit dem Schreiben von Artikeln und Themenrecherche.

Und dem Ankommen hier, als ich aus Finnland nach Hause reiste. Denn als ich hier in meinem Büro wieder ankommen wollte, war das gar nicht so einfach. In Finnland geht man jetzt in die nahtlose Nacht und entsprechend dunkel war es dann schon und das hat meinen Biorhytmus in wenigen Tagen ein wenig durchgeschüttelt. :-))

Dennoch war ich nicht inaktiv. Und ich verbreitete einen Virus im Haus. Neuerdings mistet Herzblatt ebenso fleißig aus wie ich.

Das Zwischenergebnis:

Die Papiertonne ist chronisch überlastet (Ich überlegte kurzzeitig, ob ich mein Papier mit einem Lagerfeuer, das wärmend um meine Gedanken schleicht, opfern solle. Schon wegen der Gedanken, habs aber verworfen.)

Ich habe mich überwunden und habe einen ganzen Stapel Blöcke, in denen ich Gedanken sammelte, durchgesehen und nur das aufbewahrt, was wirklich wichtig war. So habe ich auch dem Gedankentum freien Lauf gelassen, das ich zwar gerne verwenden wollte, das sich aber nicht verwenden ließ.

8 Stehordner sind geleert und auf 4 davon habe ich Gequetsches luftiger und übersichtlicher verteilt.
Meine Kommode mit den vier Schubladen ist locker und leicht geworden.
Das kleine Regal, auf dem der Drucker steht und in dem ich das Papier lagere, ist ausgeräumt und bietet Platz und Lücken.

Mein Erfolg: Ich fand mein Handarbeitsbuch wieder, das ich als Mädchen geschenkt bekam. Es ist gut 30 Jahre alt und ich suche es seit meiner Rückkehr aus Finnland, denn in dem Buch ist eine einfache Anleitung für Fäustlinge. Lappland scheint mir das Land der Fäustlingträger zu sein und ich kam mit vielen Ideen und einem Bild von einem besonderen Fäustlingspaar zurück, das ich unbedingt umsetzen möchte.

Meine derzeitige Überlegung:
Das Ausmisten der Regale im Gästezimmer und die Verwendung des Platzes für die Bücher, die ich in meinem Büro aufbewahre und die ich immer wieder lese. Es sind Romane und Erzählungen, die ich im Leben nicht missen möchte, aber mir fällt auf, dass sie am falschen Platz sind und einen neuen Platz benötigen. Einen Platz, an dem sie strahlen und der zum Wohlfühlen einlädt. Vielleicht mit einem kuscheligen Stuhl. Einem Sofa oder einer Liege. Was dann auch die Renovierung des Gästezimmers nötig machen würde, was aber auch ein toller Gedanke ist, denn fällig ist dieses Zimmer schon lange ...

Ebenso die Entsorgung der zwei ältesten Jahrgänge meiner Sammlung an Modezeitschriften. Sie sind noch aus Markzeiten, soviel verrate ich und ja, ich lese sie gerne und die alten Ausgaben verlocken immer, sich inspirieren zu lassen. Auf der anderen Seite: Sie brauchen Platz. Viel Platz und vielleicht schaffe ich es doch, mich wenigstens von einem Teil zu trennen.

Wir werden sehen. Die beste Nebenwirkung des Ausmistens ist immer noch, dass Neues reinkommt. Und ich bin gespannt, was passiert, wenn ich endlich fertig bin und alles dort ist, wo es hingehört. Im neuen Regal, in der Altpapiertonne oder auch im Sperrmüll.

Und jetzt bin ich auch wieder da ... also: dranbleiben!

Einen kuscheligen Adventssonntag!

Birgit