19 November 2014

Weil da immer einer ist, der dir hilft!

Als mir vor Jahren eine schlaue Seele erklärte, dass man mit Netzwerken weiterkommen kann, dass sie helfen und dass man sie pflegen muss, dachte ich mir so lässig: Für was werd ich die wohl brauchen?

Na gut, es war jemand, der so Recht hatte und Jahre später war mir klar warum. So unter uns gesagt, ich hatte schon auf den Menschen gehört und mir damals gedacht, dass es ja nicht schaden kann, das mit dem Netzwerken.

Richtig kapiert habe ich es als ich zum ersten Mal wirklich Hilfe brauchte und sie auch bekam. Ohne irgendwelche Gegenforderungen. IEinfach so. Menschen, die ich nicht persönlich kannte, verhalfen mir zu Informationen, gaben mir Tipps und erklärten mir die Welt. Also, sie versuchten es. :-)

Damals hatte ich gerade meine MS Diagnose bekommen und das ist fast 10 Jahre her und hätte ich damals mein Fenster zur Welt nicht gehabt, ich wäre wohl wesentlich langsamer wieder auf die Beine gekommen. Sie haben mich getröstet, virtuell umarmt, aber eben auch informiert und mir Empfehlungen geschickt, Tipps gegeben und mir Mut gemacht. Irgendwie ein Rundum - Sorglospaket.


Seither ist mein Netzwerk mir noch wichtiger geworden. Mir ganz persönlich. Weil da immer einer ist, der dir hilft.
Als ich letzte Woche einfach den Spieß umdrehte und in meiner leichten Verwirrung und mit einer gewissen Überforderung im Kopf nicht mehr wußte, was ich schreiben sollte, halfen sie wieder. Meine Kontakte.

Übers Leben soll ich schreiben. Vielleicht auch ein bisschen über Social Media und einige andere Ideen haben mit erreicht und bitte: Nicht aufhören! Ihr seid richtig gut, her mit Euren Themen, ich bin immer noch blockiert ... :-)

Mein Netzwerk lebt. Wo wir beim Leben wären und beim Netzwerken, das es auch ausmacht. Wir vernetzen uns fast täglich. Oft tun wir es einfach so. Es passiert. Immer wieder. Es ist selbstverständlich, geschieht oft unbewusst und oft weiß man es gar nicht zu schätzen.

Die unsichtbare Kraft, die früher von Stammtischen, aus der Nachbarschaft oder aus dem Freundeskreis kam und heute von Menschen, deren räumliche Entfernung oft größer ist als man denkt. Sie sind im Netz, virtuell und doch ganz nah. Sie fördern, fordern, unterstützen, sorgen für Spaß und Abwechslung, für Bildung und Blödeln und vieles mehr.

Und das finde ich klasse. Mittlerweile habe ich kapiert, dass Netzwerken mehr ist. Mit Netzwerken ist man in Bewegung, sie bringen immer wieder neue Eindrücke mit ins Gespräch, neue Menschen und so auch beruflich oft neue Pfade von denen man nie geglaubt hat, dass man sie findet.

Dass man sein Netzwerk pflegen muss, ist klar, aber für mich lohnt es sich immer wieder, jemandem auch zu helfen, einen Post zu teilen, wenn darum gebeten wird, eine andere Person zu vermitteln, wenn es Sinn macht oder mir einfach Zeit für ein Telefonat zu nehmen, um zum Beispiel einem Projekt einen Schubs zu geben.

Netzwerke sind die vielfältigste Runde, die ich so kenne. Sie sind bunt und erweitern die eigenen Perspektiven, wenn man das zulässt, sie liefern Input und bringen Menschen zusammen, die gemeinsam etwas erreichen können.

Weil da immer einer ist, der dir hilft. So einfach ist das.

Übrigens, mein Netzwerk hat mich schon wieder inspiriert. Ich werde jetzt so lange lose schreiben, bis ich den roten Faden wieder besser aufgreifen kann. Besser als zu schweigen und besser als sich zu quälen. "Schreibs dir einfach raus", schrieb mir eine, die das Problem kennt.

Bitte, mach ich. More to come!

Herzliche Grüße
Birgit


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