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02 Juni 2022

Voll im Leben - Wirklich? Ein Kommentar zum Motto des Welt MS Tages ...


Wir sind: "Voll im Leben". Das war das deutsche Motto des Welt MS Tages. 

Kommunikationstechnisch betrachtet sicherlich spannend. Positiv. Motivierend. Es kommt um die Ecke, aktiv in der Sprache, voll krass aufgeladen mit sicherlich wohlmeinenden Gedanken. Ein cooler Slogan für einen besonderen Tag. 

Die Frage für mich war aber: Wie cool ist dieses Motto wirklich? 

Sind die, die mit MS leben wirklich immer voll im Leben? Wie ist "voll im Leben" definierbar oder definiert? Für mich war die Frage, ob "voll im Leben" wirklich alle einschließt wichtig. 

Eine andere Frage war, was haben sich die Verfasser so gedacht, als sie mit einigen anderen diesen Slogan begeistert entwickelt haben? Kennen diese Menschen diese Community wirklich? 

Ich habe die Reaktionen auf das Motto sehr genau verfolgt und besonders in den letzten Tagen war ich aktiv unterwegs und zum ergründen was die Meinung zum Motto ist. 

23 Mai 2022

Wie Wörter wirken! Wenn Wörter krank machen!


Wörter können viel. Sie können Gefühle auslösen, Reaktionen hervorrufen und dafür sorgen, dass man sie missversteht und streitet. Ein Wort kann jemanden einlullen, streicheln, betören, besänftigen aber auch wütend und aggressiv werden lassen. Wörter können die große Liebe fördern und Kriege auslösen. 

Sie sind scharfes Schwert oder zarte Verführung. Ganz wie man sie auswählt. 
Genauso können Wörter für Mitleid sorgen, für ein falsches Bild oder stigmatisieren. Gerade im Bereich des Gesundheitswesens werden Begriffe oder Wörter oft unbewusst falsch genutzt. Passiert das, kann das Menschen in Bedrängnis bringen, zum Risiko werden lassen oder auch in eine ganz falsche Schublade schieben. Ein Wort kann dafür sorgen, dass ein Mensch zum Fall wird, zur Nummer. 

Wenn Menschen krank werden, kann es passieren, dass bestimmte Begriffe genutzt werden, die ein Stigma auslösen können. Nicht selten spricht man von Patienten, von Betroffenen, von Fällen. 

Dabei spricht man von Menschen. Grund genug, ein bisschen aufs Wort zu schauen und zu sehen, wie sie wirken. Ich habe dazu einige Interviews geführt, die ziemlich aufschlussreich waren. 

10 November 2021

Warum es so wichtig ist Projekte im Gesundheitswesen MIT Patienten zu entwickeln - Gründe

Bei der Digital Medicine Conference des Health Innovation Hub vom 2.11 bis 3.11 in Berlin gab es eine Session, die sehr spannend war. 

In dieser Session wurde eine Umfrage vorgestellt, deren Erkenntnis ganz einfach, wie eigentlich schon bekannt ist: Man muss Patienten involvieren wenn man Projekte für sie macht. 

Etwas, das Patientenvertreter:innen seit Jahren immer wieder mit dem #patientsinvolved oder #nothingaboutuswithoutus in Social Media, bei Veranstaltungen, in Ad-Boards und bei vielen anderen Gelegenheiten fordern. 

Wir, und an dieser Stelle verzeiht mir bitte dass ich meine zwei Hüte aufsetze, sprechen über Ideen, die Menschen mit Erkrankungen helfen können, beraten wenn es darum geht, eine Idee zu realisieren. Es ist ein andauerndes Plädoyer für die Einbeziehung von Menschen mit Erkrankungen in die Entwicklung neuer Lösungen. Wenn eines klar ist, dann das, dass eben diese Menschen die Endnutzer  einer Lösung sind. 

Daher war ich durchaus, sagen wir, erstaunt, dass diese Erkenntnis jetzt, im Jahr 2021 nochmal so aufkam. Ich war der Meinung, dass das durchaus schon bekannt sei. Ist es auch. Aber eben nicht in allen unterschiedlichen Gruppen, so scheint es. Deswegen finde ich es wichtig, dass wir mal drüber reden. 

01 April 2020

Konferieren wir online! How digital rules!


Es ist passiert. Es liegt bei mir in der Natur der Dinge, dass ich bei vielen Veranstaltungen zugegen bin, die mit Patienten zu tun haben. Einmal in meiner Rolle als Beraterin in Sachen Kommunikation und einmal in meiner Rolle als Patient Advocate.

Dieser Bereich ist naturgemäß einer, in dem man viel unterwegs ist. Ich gebe Workshops, halte Vorträge oder Keynotes und habe Spaß dabei.

Corona hat mich fies gestoppt.



27 September 2018

Das mit dem Fachkräftemangel und das Patientenstigma.

Der Begriff "Fachkräftemangel" ist in aller Munde. Und nicht so einfach zu bewältigen. Hört man. Dass zum Beispiel Senioren eine gute Ressource sein können, erklärte mir neulich eine sehr aktive ältere Dame die mit über 70 noch immer mächtig Power ins Familienunternehmen steckt und richtig Spaß hat. Sie sagte mir, dass wir nicht reden sollten, sondern machen. "Von dem ewigen Diskutieren wird man müde", erklärte sie und gab zu, eine Macherin zu sein. Sie sagte mir auch, dass die Power nicht zu unterschätzen sei, denn der Wissensschatz und auch die Erfahrungen, die sich in einem Leben so ansammeln, sind ein wertvolles Gut.

Erinnert mich ein bisschen an "The Intern" einen Film, in dem ein Senior sich in einem eCommerce Start-up als Praktikant bewirbt, die Stelle bekommt und erst einmal mit den technischen Entwicklungen zu kämpfen hat, aber auch seine Erfahrung ausspielt und einbringt.

Zugegeben, Fachkräftemangel ist ein Problem. Ohne Experten wird es für Unternehmen schwierig, gute Produkte oder Dienstleistungen an ihre Kunden zu liefern. Das ist klar. Und deshalb diskutieren wir das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, um Lösungen zu finden.

Ich habe da noch einen Vorschlag: Menschen, die mit Erkrankungen leben. Sie werden oft genug übersehen. Obwohl viele von ihnen Fachkräfte sind.

30 März 2017

Von Türen und Häusern und wie man hinein fällt ...

Achtung, der folgende Text könnte eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Rant aufweisen. ;-)



Netzwerken.

Gestern wie heute wie in der Zukunft ein wichtiges Thema. Oder?

Netzwerke sind, wenn sie gepflegt und gut konzipiert werden, eine Oase von Inspiration, Hilfe, Unterstützung, Verbindungen und wertvollen Verknüpfungen. Und ehrlich: Jeder braucht ein Netzwerk.

Wir reden über Geben, Nehmen, oft mehr Nehmen als Geben oder vernetzen uns einfach so. Weils grad so schön ist. Netzwerken ist eine Kunst, die man lernen muss. Sie braucht Geduld, oft Hartnäckigkeit und Menschenkenntnis. Feingefühl und Empathie sind auch nicht übel und das Zuhören, das Beobachten und vorsichtiges Annähern helfen auch, die richtigen Kontakte zu finden.

16 Februar 2016

Sinnvolles Kundenvergraulen leicht gemacht!

Neulich war es soweit: Ich verlangte ein Minimum an Kommunikation. Und bekam? Nichts.

Meine Anfrage landete irgendwo im Nirvana, zwischen "Hab ich voll keinen Bock, weil es könnte unangenehm werden" und "Och, die kommt schon von selbst wieder".

Ich hatte eine Frage bezüglich einer Anschaffung und wurde herb enttäuscht. Meine Anfrage wurde zwar mit einem "Wir telefonieren am Montag" vertröstet, aber auf Montag warte ich irgendwie immer noch. Seit ungefähr drei Wochen.