07 November 2007

Dem Kokon.... entschlüpft

Als ich meinem Kokon entschlüpfte, war ich zerzaust.
Verwirrt und völlig unwissend.
Sah die Welt vor mir.
Ein Füllhorn voller Möglichkeiten.
Kleiner Schmetterling mit noch pastelligen Farben.
Orientierungslos, weil mir keiner einer Richtung gab.
Ahnungslos, weil mir keiner irgendetwas erklärt hatte.
Ich musste suchen und finden.
Als ich mich in die Lüfte schwang, bemerkte ich die Welt.
Sie war laut und leise, roch gut und stank,
war kalt und warm, grau und bunt,
ernährte und ließ hungern,
und doch, sie versorgte mich.
Nährte meine Seele mit ihrer Geschichte.
Groß und weit lag sie vor mir.
Unerforscht, unbekannt und doch irgendwie vertraut.
Ich suchte und fand.
Das Leben, das ich jetzt lebe.
Meine Flügel wurden bunt.
Ich wurde stärker und werde es immer noch.
Den Mut aufzustehen und in die Welt zu fliegen hab ich nie bereut.
Im Gegenteil, es war das Beste, was mir jemals passieren konnte.
Und die Neugierde treibt mich weiter,
zeigt mir den Weg, der manchmal im Nebel treibt,
und doch klar wie nach einem Sommerregen vor mir liegt.
Das Fliegen ist jetzt leicht.
Der Kokon würde mir nie wieder passen.
Er war zu eng um mich gesponnen.
Bis ich die Welt sah und ihn sprengte.
Das was kam nahm und eintauchte.
In mein richtiges Leben.
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