20 Juni 2013

Ach nee! Neuland! Hitzewelle Teil 3

Ich kann es nur der Hitze zuschreiben, dass ich gestern fast vom Sofa fiel vor Lachen, als ich den sinnigen Ausspruch von unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel hörte.


Der amerikanische Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gingen bei einer Pressekonferenz am 19.Juni auch auf das Internet ein. "Wir betreten Neuland" sagte Frau Dr. Merkel während der Pressekonferenz in Berlin und handelte sich die virtuelle Entrüstung damit ein. Klar müssen wir uns auf die Gegebenheiten und Gesetzmäßigkeiten einrichten, doch aber nicht erst seit gestern, als die Sensationsbombe platzte. 

Die Sensation, die mich begeistert. Neuland. Das Internet.

Eigentlich könnte man meinen, dass es sich herum gesprochen hat, dass es das Internet gibt.  Es ist kein neumodischer Kram, den sowieso keiner checkt. Verstanden haben wir die Nutzung des Netzes schon etwas länger. Also, zumindest ein Teil von uns. Haben auf Expeditionen gelernt, anderen Ländern virtuelle Besuche abzustatten, wir haben Erfahrungen gesammelt, sie geteilt, wir kommunizieren uns rund um den Globus und wissen die Möglichkeiten zu schätzen. Wir shoppen, haben Spaß, manchmal auch weniger und wir leben damit. Mit dem Internet da.

Sind wir, die Internetaffinen, wirklich nur eine kleine Minderheit? Ein Gedanke, der mich auch beschäftigt. Oder ist es nur in Deutschland so, dass man der Entwicklung hinter her hinkt. In einem Vortrag eines Portals hörte ich das auch. Die Deutschen holen zwar auf, aber 10 Jahre müsse man noch kompensieren. Stimmt das?

Dass man nicht immer alles kennt und weiß, kann ich verstehen. Muss auch gar nicht sein, aber das Internet, dessen Wurzeln soweit zurück liegen, als Neuland zu bezeichnen, hat etwas Skurilles.

Wer sich also länger in Erstaunen darüber badet, was die sozialen Medien heute bewegen, wer sich in Unwissenheit wälzt und von Neuland spricht, hat etwas verpasst. Nämlich die Eroberung des neuen Landes, die schon vor langer Zeit begann. Wir strandeten, schauten uns um, suchten uns ein Plätzchen, lebten uns ein und nutzen die Möglichkeiten auf vielfältige Art und Weise. Schon lange.

Es wäre also längst Zeit, sich dem Neuland schnellstmöglichst zu nähern und erste diplomatische Schritte zu unternehmen. Übrigens, eine Dschungelkluft ist nicht nötig. Die Wege sind schon geebnet. Wir sind ja auch schon da. :-)

Also: willkommen hier. Im Internet.
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