07 September 2013

Bayerische Tradition, Sommer, Social Media und Lebkuchen ....

Montag 02.09.2013

Es ist Gillamoos Montag, das heißt, Abensberg steht still. Die 5. Jahreszeit ist aber auch besonders. Und zum 700. Jubiläum wird der älteste Jahrmarkt der Hallertau eben gefeiert. Ich feiere nur Teilzeit und genieße die besondere Ruhe des Tages, weil das Leben auf der Wiesn tobt und ich in Ruhe Gedanken nachhängen kann. In diesem Prozess bin ich immer sehr kreativ und schaffe ein großes Stück eines tollen Projektes und freue mich drüber.
Erst später komme ich dazu und habe meinen Spaß. Ich tätige meine jährlichen Einkäufe, die in diesem Jahr weniger in den sonst üblichen Socken, sondern in einem Sockenwollerausch enden, ich kann jetzt Socken für die Welt stricken, oder zumindest für einen guten Freund, der sich diese so gewünscht hat und  mich richtig nett gebeten hat! Am Abend habe ich ein Date mit dem Herzblatt und wir lassen das Fest des Jahres gemütlich ausklingen ....

Dienstag 03.09.2013

Angeblich ist der Dienstag nach Gillamoos der schlimmste Tag. Hört man. Für mich nicht. Oder doch? Irgendwie wird mir im sonnenscheinigen Nachmittag ein wenig flau, als ich dem Frontalangriff der Lebkuchenarmee nicht entgehen kann und der Adventspracht aber sowas von direkt in die Arme laufe. Igitt! Es ist wie in jedem Jahr, am Dienstag nach Gillamoos gibts Lebkuchen. Spätestens. Und ich frage mich, ob ich am 1. Advent dann meinen Vorrat an Schokoladenosterhasten kaufen kann, damit ich an Ostern 2014 wirklich gerüstet bin. Nicht, dass ich nichts mehr bekomme! (Oder ich muss den Osterhasen von diesem Jahr noch gut aufbewahren. Als Notlösung!)

Mittwoch 04.09.2013

Als ich die Zeitung aufschlage muss ich vom Gillamoosdienstagselend des Reporters lesen. Der arme Mann brauchte Aspirin.
Ganz ehrlich, das was da steht, soll wohl ein lokales Bild eines eigentlich sehr schönen Festes sein. Mein Eindruck ist eher anders. Da wird's wieder so, wie der gemeine Leser, der nicht innerhalb der bayerischen Weißwurstgrenzen lebt, in seinem pauschalen Bild vom saufenden Bayer in Lederhose, der wegen Zenzi schon mal eine Watschn verteilt und Bier nur in großformatigen Krügen konsumiert bestätigt. Ein pauschales Etwas, das keiner so braucht, vor allem, weils halt auch nicht stimmt. Um im leicht lokalen Ton zu bleiben.
Freilich ist eine Maß Bier etwas Schönes. Schmecken tuts auch. Aber nicht jeder haut sich die Maßen nur so ins Gesicht, um letztlich aus den Haferlschuhen zu kippen, um dann am nächsten Tag das Elend der Welt zu vereinen, weil wir ja so toll feiern können.

Als ich am Ende lesen muss, dass die Stadt ausgestorben wäre, weiß ich, dass der Kollege doch ein bissl einseitig unterwegs ist. Zu viel Lokalkolorit, denke ich mir und grinse. Der war noch nicht in den Drogeriemärkten mit Schulheftabteilung um diese Zeit.
Da findet man sie alle. Es ist der Ort, wo sich Mütter um Schulhefte hauen, über teure Farbstifte diskutieren und genervt Süßkram (keine Lebkuchen!) für Schultüten besorgen und quengelige Kids in neue Schulklamotten pressen, auch. Bei mir bleibt heute ein Gschmäckle und die Frage, ob der gute Reporter vielleicht von sich auf andere geschlossen haben könnte .... Wenn man schon mit Lokalkollorit schreibt gerne, aber muss man Bilder so verzerren?

Kommen wir zu den sozialen Medien. Derzeit habe ich ein wenig Probleme mit Hootsuite. Da gibt es bei mir Probleme mit dem Anmeldevorgang. Es nervt, wenn einem der Rechner erzählt, dass man fremd wäre. Dabei bin ich es doch selbst. Ehrlich! Ich schwör!

Um das Problem zu lösen, twitterte ich meinen täglichen Murmeltiergruß in der vergangenen Woche einige Male hinaus in die Welt. Ich weiß, dass die Leute mit der Eule im Label da sind. :-) Und gleichzeitig teste ich das alles mal aus. Wie schnell sind sie? Wie reagieren sie auf offene Beschwerden und was tun sie für mich?

Bisher gefällt mir das alles gut. Hootsuite reagierte ziemlich zügig. Mein erster Tweet kam nicht an, allerdings reagierte man dann doch, # machts möglich, weil man ja aufmerksam ist oder sein soll. Als Zeichen, dass man mich empfängt bekam ich ein Onlineticket per Email ohne jemals das Prozedere durch den Support zu absolvieren und wir twittern fröhlich hin und her. Sie glauben jetzt auch, dass ich es bin ... :-) Aber gelöst ist das Problem nicht, der Rechner hat noch Probleme mit mir oder ich mit ihm? Wir werden sehen ....

Donnerstag, 05.09.2013

Hootsuite mag mich wieder. Also meine Eule. Wir werden sehen. Was mir gefällt: Der Kontakt ist zügig, schnell und immer noch qualifiziert. Könnte sich manch einer echt eine Scheibe abschneiden.

Und dann kam endlich Kennt Ihr das? Manchmal glaubt man, man muss eine Steilwand ohne Seil hinauf. Und dann liegt noch der Gipfel im Nebel. So erging es mir in den letzten Tagen. Heute dann der entscheidende Moment : Ein Gespräch, ein Lachen und schon hing da ein Seil, das ich jetzt nutzen kann und Treppen hat mir auch noch einer gehauen. Schön, wenns so geht.

Freitag, 06.09.2013

In den letzten Tagen ging es durch die Medien. Ein verärgerter Mann, dessen Gepäck verschludert wurde, beschwerte sich via gesponsertem Tweet und die entsprechende Airline. Das hat Spuren hinterlassen. Drückt mir also die Daumen, ich fliege Ende September auch mit dieser Airline und meinen Koffer hätte ich schon gerne wieder. Allerdings habe ich, das muss ich dazu sagen, mein Gepäck bisher immer wieder erhalten von den Herrschaften.
Aber ich habs anders gemacht, das Team von Hootsuite ist immer noch dran und bemüht, dass alles endlich wieder funktioniert, ohne dass ich mich ständig verifzieren muss. Daher gab es ein dickes Spezial #FF auf Twitter, was die Leute dort wohl gefreut hat.
Und der Rest der sozialen Welt durfte das auch lesen.

Wie die Eulenstory weitergeht, werden wir sehen, ich bin noch nicht ganz überzeugt und traue dem Frieden noch nicht.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende, genießt die Sonnenstunden und habt Spaß!

Birgit

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