11 April 2009

Projekt "fabelhaft" oder wie man DAS Kleid bekommt!

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor einer Weile berichtete ich Ihnen hier von „fabelhaft“. Erinnern Sie sich noch? Das absolut fabelhafte Kleid, das erst dann fabelhaft aussieht, wenn ich es eine Kleidergröße kleiner kaufen kann?

Wenn nicht, finden Sie hier den Ursprung vom Projekt „fabelhaft“.
http://birgit-bauer.blogspot.com/2009/03/von-liebe-leidenschaft-undhuftgold.html

Nun, damals versuchte ich tatsächlich, meine Schweinehündin mit den pinken Laufschuhen dazu zu bewegen, sich von der Couch fallen zu lassen und mir endlich zu folgen. Weil ich ja immer noch fabelhaft aussehen will. Wegen des tollen Kleides, das jetzt wunderschön aussähe, würde ich es kaufen, aber wer würde nicht gerne „fabelhaft“ bevorzugen, wenn es doch möglich wäre? Also bitte!
Aber meine Schweinehündin ist wirklich stur. Sehr stur. Von wem die das wohl hat, frage ich mich wirklich. Von mir nicht. Oder doch? ;-)

Ich will dieses Kleid, in der kleineren Größe, das macht, nach meiner Rechnung ungefähr 5 Kilo, die ich verlieren sollte. Möglichst noch bis Ende Mai, denn dann wechselt die Saison und wer weiß, ob ich das Traumteil dann noch kaufen kann.
Also habe ich beschlossen, Ballast abzuwerfen und etwas für meine schlanke Linie zu tun.
Der Zeitpunkt ist vielleicht ein wenig ungünstig, jetzt wo Ostern quasi seinem Höhepunkt zustrebt. Aber wenn nicht jetzt, wann dann?
Es ist also die erste Bewährungsprobe für mich im Supermarkt Haltung zu bewahren und Schweinehündin mit klaren Ansagen in die Schranken zu weisen.
Es ist der konsequente Gang vorbei an den ganzen süßen Verführungen und essbaren Schweinereien. Und dann mit der Schweinehündin im Schlepptau. Sie trägt selbstverständlich die pinken Sneakers und selbstverständlich ist dieses Biest scharf auf Marzipan, Schokolade und alle anderen Kalorienbomben. Sie wedelt mit meinen Lieblingstrüffelpralinen vor meiner Nase, erzählt mir vom Eierlikörtrüffel aus meiner Lieblingskonditorei und faselt berauscht vom Süßkram von einer Orgie im Bett. Dazu serviert sie mir in Worten meine Lieblingsgerichte und schwärmt von herrlich faulen Ostertagen.
Sie ist ganz Schweinehündin und nervt mich, die ich eisern nur noch an eines denke, bis ich wieder im Auto sitze: fabelhaft!

Natürlich ist das Vieh entsetzlich enttäuscht, weil wir wirklich nur Salat, Milch, ein wenig Käse, Brot und Wasser gekauft haben. Und noch enttäuschter ist sie, als sie am Abend tatsächlich von Herzblatt gewaltsam von ihrem Sofaplätzchen gezerrt wird und ihre pinken Schühchen tatsächlich über matschige Waldwege balancieren muss.
Bewaffnet mit zwei Stöcken und kräftig schwingenden Armen und angefeuert von selbigem Herzblatt, den sie rüde beschimpft und der mit einem Schulterzucken nur „Los jetzt, gib Gas!“ ruft und lachend davon walkt.
Was mache ich? Wegen „fabelhaft“ und nur deswegen, schwinge ich die Stöcke, denke an weichen Jerseystoff, der sich um meine Kurven schmiegt und einen perfekten Ausschnitt nebst einem schmeichelnden Muster in angesagten Farben.
Ach „Fabelhaft“, wäre ich doch schon so weit! Und falls Sie Tipps haben, wie man 5 Kilo am besten so abwirft, dass einem der Mangel an Nahrung nicht die Laune verdirbt, her damit! Aber ich warne Sie, ich esse gerne und mit dem Verzicht stehe ich generell auf Kriegsfuß! :-))

Drücken Sie mir die Daumen!
Herzlichst
Birgit Bauer
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