20 April 2009

Schwimmflügelreport reloaded - Das Ende!

Liebe Leserinnen und Leser!

Alles hat ein Ende! Leider. Auch der Schwimmflügelreport. Für diese Saison zumindest. Es könnte durchaus sein, dass ich im Herbst mit neuen Geschichten aufwarte, aber für den Moment beende ich den Report an dieser Stelle.
Bedauerlicherweise ermöglicht unser „wunderbares“ Krankensystem auch chronisch Kranken neuerdings die wichtigsten Maßnahmen leider nicht mehr so einfach, weil es durch die Einschränkungen und Neuregelungen die Welt von Patienten und Ärzten völlig verändert hat und somit Folgerezepte fast unmöglich macht. Zum anderen, weil es nun in die warme Jahreszeit geht und ich warmes Wasser und heiße Luft nur schwer vertrage und sonnenhungrig nach draußen strebe.

Deshalb geht es heute ein letztes Mal in den textilfreien Dschungel und ich muss an ihre Fantasie appellieren. Das Erlebte in klaren Worten zu formulieren, würde gewissen Grenzen sprengen, aber ich denke, Sie werden wissen, was ich meine. Außerdem: Sie lesen doch auch zwischen den Zeilen.

Als ich ein letztes Mal im warmen Wasser blubberte, hatte ich ein Problem. Mein Nacken war total verspannt und schmerzte. Mein Therapeut gab mir den Tipp, mich auf Safari in den textilfreien Dschungel zu begeben. Und das mir, wo ich doch beim letzten Mal schon flüchtete!
„Wickel dich einfach in ein Handtuch!“, meinte er auf meine Bedenken und Schilderungen grinsend und schickte mich in die Infrarotsauna.
Und die ist wirklich klasse. Heiß, trocken und mit dem Licht, das Muskeln richtig gut tut und zwei auf einmal schlug, weil ich auch noch Schnupfen hatte. Gesundheitlich gesehen, der Trumpf des Tages.

Vorsichtig öffnete ich die Türe zum Dschungel und begegnete einer Dame in meinem Alter, die knackig und völlig textilfrei das Handtuch schwang, um in einer anderen Sauna zu verschwinden. Ich begab mich in die Umkleide, warf den wirklich immer noch schönen, aber sich weitenden (habe abgenommen und werde wieder auf Bikinis umsteigen!) Tankini ab, wickelte mich in ein Handtuch und erforschte im Dämmerlicht des Dschungels die neue Sauna. Darin saß ein Pärchen.
Er hing ein wenig durch, sie lehnte an ihm und schien auch ein wenig durchzuhängen.
Beide waren freundlich, ebenfalls in meinem Alter und völlig textilfrei. Wir hielten ein Schwätzchen, und als sie nach dem Durchgang die Sauna verließen, blieb ich sitzen. Es tat wirklich gut und ich war allein.

Während ich meinen Gedanken nachhing, zufrieden in „meiner“ Infrarotsauna saß und mich freute, dass die trockene Hitze mir richtig gut tat, kam es doch ganz anders.
Vor der Glastüre spielten sich famose Szenen ab. Der Dschungel lebt, heißt es auch immer in den Naturdokumentationen über selbigen und ich kann das nur bestätigen.

Silberrücken pilgerten aufgeplustert und mit eingezogenem Bauch durch den Gang. Im Schlepptau die klappernde Natter, die jüngeren Dschungelbesuchern giftig hinterher schauten. Die Bande pilgerte gesammelt zum kleinen Spaziergang in den Saunagarten.

Während ich den Aufmarsch der Dschungelbewohner, unter die sich auch Tarzan gemischt hatte, beobachtete, öffnete sich die Türe zu meiner Sauna.
Herein kam ein Silberrücken. Er musterte mich mit leicht enttäuschtem Blick, hatte ich doch mein Handtuch so um mich drapiert, dass das, was ich nicht zeigen wollte, auch nicht sichtbar war. Und doch.
Es kam Leben in die Bude und in den Silberrücken. Unübersehbares bahnte es sich seinen Weg zur nächsten Saunabank mir gegenüber, um dort herüber zu grinsen. Das Leben, im Silberrücken meine ich.

Seine Begleiterin folgte zuerst unauffällig, riss sich aber bei meinem Anblick sofort das Handtuch mit triumphierendem Blick von der Hüfte und platzierte sich einnehmend auf der obersten Bank neben ihrem starken Mann, der nun voll lebendig und interessiert zu mir stierte um doch noch einen Blick auf das Unsichtbare zu erhaschen.
Ich bin gerne geheimnisvoll, aber diese Blicke waren eine Spur zu viel für mein zartes Gemüt.

Ganz ehrlich: Ich bin noch immer leicht schockiert und zugleich muss ich ein wenig lächeln, wie solche Saunen doch Leben erzeugen.
Ich entfernte mich schnell aus dem Gefahrenbereich. Er gaffte aus Interesse, sie war, ganz Kampfamazone, bereit zum Sprung um ihr Revier zu verteidigen.
Aber eins muss ich sagen, das Infrarot hilft wirklich. Meinem Nacken ging es schlagartig besser.

Nun noch zu einem Punkt, den wir noch besprechen müssen. Die Abstimmung.
Wen küren wir nun zu „Germanys next Badekappe“?

Ich habe Ihnen ja diverse Modelle vorgestellt. Wir hätten also:

Chiffon - Tüte für die gepflegte Dame mit dem großen Auftritt.
Leuchtrakete für die sportliche Schwimmerin, die stromlinienförmig durch das Becken schwimmt.
Stachelbär für die Rebellin im Therapiebad.
00 Agentin für den Spionageeinsatz in allen Lebenslagen. Die mit den Zweitaugen. Denn damit sieht man besser.
Sporty für den athletischen Schwimmer.
Glamourös für die Operndiva, die gerne funkelt und glitzert.
Oder Plastiktüte das „Low Cost“ Modell für die sparsame Dame.

Um die Abstimmung fair ablaufen zu lassen, habe ich auf der rechten Seite von Ihnen eine kleine Umfrage eingestellt und die Auswahl bereit auf meine drei Favoriten beschränkt.

Stimmen Sie also ab! Bestimmen Sie, was Frau von Welt in der nächsten Saison auf dem Haupte trägt! Ich freue mich über Stimmen, Kommentare und vielleicht Neuvorschläge?

Auf jeden Fall aber über Ihren Besuch!

Die Schwimmflügel landen nun im Schrank. Bis zur nächsten Warmbadeblubbersaison.
Aber natürlich geht es hier weiter! Zum einen mit „Princess for one Day!“ der Geschichte über Freundinnen und ein Fotoshooting, verfolgt von “Projekt fabelhaft”, dem Bericht darüber, wie man eine Schweinehündin erfolgreich überlistet, um an das perfekte Sommerkleid zu kommen und sicherlich wieder vielen mehr. Denn die Freibadsaison steht vor der Türe und wer weiß, irgendwas ist immer!

In diesem Sinne bleiben Sie mir gewogen und lesen Sie weiter!

Herzlichst und wie immer mit einem Augenzwinkern
Birgit Bauer
Texte mit der Powermasche!
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