19 Juni 2009

Projekt "fabelhaft" - Teil 4

Liebe Leserinnen und Leser!
Sollten Sie Teil 1 - 3 verpasst haben, dann können Sie hier nachlesen: http://birgit-bauer.blogspot.com/search/label/Projekt%20%22fabelhaft%22
Denn, es wird spannend! Der Sieg über die Schweinehündin und ihre ständigen Attacken auf mein Genusszentrum ist greifbar. Was gar nicht so einfach war, denn derzeit diskutieren wir über ein heißes und süßes Thema: Schokolade.

Schokolade kommt von der Bohne. Der Kakaobohne. Genauer gesagt. Und Bohnen sind Gemüse. Sagt Schweinehündin.
Womit sie prinzipiell schon nicht ganz falsch liegt. Aber eben doch. Weil Schokolade eben kein Gemüse ist, sondern eine Nascherei, die ihren Lieblingsplatz auf meinen Hüften hat.
Und das ist für „fabelhaft“ nicht gut. Schließlich nähern wir uns dem Kauftag des Traumkleides für den Sommer. Und ich will meine Größe halten.

Denn: Der Bikini, den ich mir neu kaufen musste, sitzt. Der Tankini aus dem Schwimmflügelreport im Winter schlabbert. Was mich sehr froh stimmte, denn das farbenfrohe Teil betont mein Dekolleté aufs Beste und selbst die Hose quetscht nicht, sondern passt einfach.
Und auch wenn ich noch ein wenig käsig bin und an meiner derzeitigen Bauarbeiterbräune arbeiten muss, ich kriege neuerdings Komplimente!

Die Diskussion um Schokolade geht aber täglich in eine neue Runde. Sie singt, dass sie Schokolade will und keinen Mann, so frei nach Trude Herr und ich singe, ich bin so schön, ich bin so toll und ich hab von dir die Nase voll, frei nach dem Song vom Anton aus Tirol. Sie wissen schon. Und nein, mein Musikgeschmack ist ein anderer, aber es reimt sich eben. ;-)

Im Supermarkt ist es immer noch eine Herausforderung. Und ja, ich bin ein Opfer der psychologischen Kundenführung in Supermärkten. Das, was ich am liebsten mag, ist genau in meiner Augenhöhe. Schweinehündin streicht liebevoll um Kokosschokolade und ich schaue schräg nach vorne zu den Haferflocken und greife dann nach Gummibärchen und Salzletten, um mir das Fett zu sparen.
Während ich tatsächlich Bohnen kaufe, rotzt sie mir mit ihrem Schokoladenargument hinterher.

Unser Diskurs endet an der Kasse, wo ich mir ein Päckchen Kaugummi gönne und das quietschende Vieh ignoriere.
Zuhause geht sie zu ihrem Freund, dem Schweinehund, der neuerdings wieder bestens behandelt wird, was bei ihr Neidgefühle hervorruft und ist beleidigt.
Leckereien wie Erdbeeren mag sie nur bedingt und schreit sofort nach Sahne, die sie nicht bekommt. Höchstens einen Klecks Erdbeersorbet. Aber das ist auch langweilig.

Aber Langeweile hin und Beleidigtsein her, ich habe schlagkräftige Argumente: nämlich alte Oberteile, die schlabbern oder neuerdings wieder passen, neue Oberteile, die toll aussehen und einen Bikini. Nicht zu vergessen die Tüte mit den alten Hosen, die sich nicht mehr wirklich enger nähen lassen.
Die Schweinehündin hat noch immer ihre Stulpen und das Stirnband in Pink. Doch bald hat das Fräulein ausgedient, denn die Umstellung meiner Ernährung schlägt an. Meine eher dilettantischen Versuche Sport zu treiben, kann ich zwar vergessen, aber seit ich jede Treppe sportlich nehme und das Rad dem Auto vorziehe und im Schwimmbad jedes Mal eine Runde mehr schwimme, bewege ich quasi die Massen. Nicht nur mit Lyrik oder anderen gelesenen Texten, sondern auch meine Schwimmreifen. „fabelhaft“ ist in greifbarer Nähe und in Kürze werde ich über den Kauf berichten, der, so scheint es im Moment, ein weiteres Problem darstellen könnte: Ich will kein Solala Kleid. Ich will DAS Kleid!


Herzlichst
Birgit Bauer
Schweinehundebändigerin
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