07 April 2012

Wochenrückblicke, Selbstorganisationstechnik und Planbarkeit gegen kaufmännischen Rechercheselbstmord!

Ach ja, da bin ich wieder!

Nachdem ich in der letzten Woche einen Komplettausfall wegen eines üblen Überfalls von noch übleren Grippeviren hatte und meine letzte Kraft in die fälligen und mit Abgabeterminen versehenen Artikel für ein Wirtschaftsmagazin pumpte, geht es mir diese Woche schon besser.

Meine Abgabetermine habe ich halten können und das macht mich froh. Aber mehr war echt nicht drin.

Diese Woche war volle Power angesagt. Dennoch war sie schön, denn ich habe mir meine Zeit so eingeteitl, dass auch ein freier Nachmittag zwecks dringender Erholungsmaßnahmen drin war.

Thema Selbstorganisation

Eines, das mir diese Woche oft über den Weg lief. Oft werde ich gefragt, wie ich den Spagat zwischen meinem privaten Leben, dem Leben als Journalistin, Social Media Frau, Texterinon und PR Tante und dem Leben mit MS hinkriege. Ich sag nur eins: Selbstorganisation. Und loslassen.
Das hat irgendwie miteinander zu tun. Wer sich selbst organisiert, weiß um die Zeitlimits. Wer seine Limits kennt, weiß, dass er zwangsläufig irgendwann auch das eine oder andere vermeintlich "Wichtige" loslassen muss, um sich die Pause nehmen zu können, die nötig ist, um die Kraft und das Leistungsvermögen zu erhalten und zu regenerieren.
Als mir diese Woche jemand erzählte, er bräuchte für die Recherche einiger weniger Links eine Suchdauer von 8 Stunden, war ich entsetzt. 1. weils kaufmännisch gesehen, schlicht Selbstmord ist 2. weil die Zeit irgendwann fehlen wird.
Selbstorganisation hat also auch etwas mit praktischem Arbeiten zu tun. Wer praktisch denkt und sich einfache Strategien mit einfachen Wegen, aber hoher Effizienz zurecht legt, der gewinnt. Wer theoretisch kleben bleibt, sitzt ewig und verplempert Zeit und oft genug auch Geld.

Wie meine Selbstorganisation aussieht? Eine Woche vorher ist möglichst viel von dem klar, was ich in der nächsten Woche erledigen muss. Ich  habe meine Abgabetermine und den Stand der Artikelrecherchen im Auge, ebenso die Zeiträume, die ich noch benötige, um eine Arbeit abzuschließen und, ich bin ein Dino, ich gebs zu, ich schreibs auf. So richtig mit Papier und Bleistift. Besser gesagt, so richtig in meinen guten, alten und sehr geliebten Taschenkalender und mit meinem Lieblingsbleistift.
Was dazu kommt, wird dort eingeplant, wo Platz ist, Knautschzonen werden nicht angefasst, ausser es geht um Leben oder Tod.

Selbstorganisation ist eine Sache von Disziplin, Planungstalent und dem klaren Kennen der eigenen Grenzen und Möglichkeiten. Loslassen ist mindestens genauso wichtig und wohl die schwerste aller Übungen. Aber das Lernen lohnt und das Durchziehen auch, man lernt die Bedeutung von "Nein" zu schätzen und bringt bessere Leistungen und die Qualität der eigenen Arbeit steigert sich dadurch auch noch. Weil man mit einem Plan durchs Leben läuft und dazwischen auch Ungeplantes noch unterbringen kann.

Deshalb, ich sag ja: Ich hab immer einen Plan.

Der Rest in Kurzfassung und als Bandwurmsatz:

Nein, ich bin immer noch eine Frau und mag es, wenn man Frau Bauer und nicht Herr Bauer sagt, ich bin keine Lichtgestalt, sondern ein ganz normaler Mensch, ich mag es, wenn man mich einlädt, kann es aber nicht leiden, dass Veranstaltungen neuerdings von Rudeln beworben werden, langweilig und unnötig, ich kann ja auch nicht mehrfach kommen, ein "Nein" ist immer noch genau das, was die vier kleinen Buchstaben sagen und es ist auch so gemeint und für ein Butterbrot kann ich leider nicht arbeiten, weil mir der Rest der Welt leider keine besonderen Geschenke macht, sondern auch Kohle von mir will, wenn ich etwas von der Welt möchte.

Noch Fragen? Gut!

Frohe Ostern und bis nächste Woche, wenn ich von Reisen berichte, auf Nahkampf mit Tieren gehe, dem Spargel meinen ersten Antrittsbesuch abstatte, mein vollständiges Know-how in Sachen Feuerwehr (ich habs echt drauf!) ausspiele und ganz nebenbei noch für zwei Artikel in Magazinen recherchiere und was sonst kommt? Keine Ahnung, wird eingeplant!

Herzliche Grüße
Birgit
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