03 Januar 2014

Sprachverwirrungen - Der Lacher der Woche :-)

Neu ist ab sofort der "Lacher der Woche". Aufgeschnapptes aus Zeitungen, verknüpft mit dem, was unser Team so erlebt gibt es immer wieder ein dickes Grinsen zum Ende der Woche. Abwechselnd mit dem Bild der Woche, das wir aus dem auswählen, was die Kamera während der Woche so aufgenommen hat. Banales, Kritisches, Spannendes oder Dinge, die während der Woche ein Lächeln schenkten, finden hier Platz. Los geht es heute mit dem Denglischen, einem Thema, das uns ja immer wieder nette  Nachrichten schenkt! ;-)

Als ich das erste Mal meiner Tante in den USA vor Jahren von meinem neuen Handy berichtete, erntete ich eins: Unverständnis.

Der Grund, sie verstand mich schlicht nicht. Ihr war nicht klar, dass ich ein Handy hatte, also ein Mobile oder ein Cellphone ...
Amüsiert beobachte ich immer wieder die vermeintliche Übernahme englischer Ausdrücke ins Deutsche. Und heute las ich in den Medien von vielen anderen netten Ausdrücken, die der Deutsche arglos mitnimmt. Klingt ja auch so cool. ;-)

Meine Favoriten kann man so zusammenpacken: Wenn ich zum Public Viewing gehe, gehe ich zur Beerdigung mit offenem Sarg, dann ziehe ich nicht mein Base Cap auf, was bei einer Zierleiste aus dem Baumarkt auch eher schwierig wäre, weil ich ja eigentliche einen Base Ball Hat oder ein Base Ball Cap meine. (Ich hörte das letztes Jahr in London, als ich am Picadilly Circus in einem Laden stand.)

Es sind die Feinheiten, die einem so das englische Bein stellen können und als ich letztens arglos und trotz guter Englischkenntnisse einen Geschäftspartner nach einem Beamer fragte und zurück bekam, dass der in meiner Garage stünde und ich ihn gerne mitbringen könne, war mir klar, dass ich nach einen Projector hätte fragen sollen. Das Auto in meiner Garage hat diesen Spitznamen in den USA.

Wahrscheinlich ist das Gemurkse auf Denglisch auch der Grund, wieso ich "nur" Speaker bin. Aber, das hat auch seinen Grund. Eine Speakerin (das In für die Verweiblichung einer Bezeichnung ist vielen ja besonders wichtig :-)) gibt es im Englischen nicht. Zumal wir dann von Madame Speaker reden würden, was ja aus der politischen Region kommt und daher komme ich nun wirklich nicht. Ich bleibe dann entweder Speaker, wenns international wird oder bin auf gut Deutsch gesagt entweder Dozentin, Referentin oder die Rednerin.

Die Anglizismen schlagen freudige Sprünge und sind zu vermeintlich coolen Kreationen mutiert, die wohl so manchen Mitmenschen aus England oder den USA irritierten. Dabei sind sie bei uns schon selbstverständlich und deshalb mein Lacher der Woche, denn ich erfuhr heute auch noch, was ein Streetworker tatsächlich sein könnte und wieso ein Bodybag, bei uns ein wohlmeinender Rucksack in den USA (dort Leichensack) durchaus ebenso seine Verwirrung auslösen könnte. :-)

In diesem Sinne .... vielleicht wäre es ja gar nicht so schlecht von cool aufgefassten Anglizismen, die gar keine sind, wieder ins Deutsche zurück zu kommen und mit Mobiltelefonen zu telefonieren ..... Oder?

Lachende Grüße und ein schönes Wochenende! :-)
Birgit
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