11 Dezember 2010

Die Adventsreise Tag 11!

Zeit der Wunschzettel ... oder ... einfach mal kindisch sein!

Schon als Kind klebte und malte ich nach Kräften für das Christkind und gab mir besonders viel Mühe. Ich sammelte Prospekte, schnitt aus, verwarf, klebte drüber, pappte drunter und malte mit den schönsten Farben. Es war immer spannend, diesen Zettel aufs Fensterbrett zu legen und am nächsten Morgen festzustellen, dass ihn da jemand abgeholt hatte.

Heute habe ich auch noch einen Wunschzettel abgeschickt. Gut, er ist nicht so bunt und nicht mehr so klebrig, aber es ist ein Wunschzettel gewesen. Mit einem Wunsch, den ich aber nicht verrate. 
Und ganz ehrlich, mir hat es richtig Spaß gemacht. Zuerst darüber nachdenken, welchen Wunsch ich äußern könnte, dann das formulieren und dann das Absenden, es war schön. 

Nennen Sie mich jetzt ruhig kindisch. Das macht nichts. Im Gegenteil. Ich habe mir mein inneres Kind und den kleinen Kindskopf bewahrt und ich bin stolz drauf. Es tut gut, einfach mal ein großes Kind zu sein und sich auf etwas einzulassen, was man als Kind als Wunder betrachtete und heute vielleicht ganz rational verstehen kann. Klar geht kein Christkind los und kauft was oder lässt es von einem Engelchen in einer Himmelswerkstatt anfertigen. So schön der Gedanke wäre und so herrlich er in einem Weihnachtsbuch meiner Kindheit verewigt ist. 

Trotzdem, man macht sich Gedanken, auch für einen anderen, denkt an diesen Menschen, schenkt ihm einen Moment. Man nimmt sich Zeit, einen Wunsch zu wünschen, ihn liebevoll zu formulieren und ihn mit einem Lächeln abzuschicken. Meistens bringt er den anderen nämlich auch zum Lächeln. Und am Ende freut man sich dann doch wie ein Kind, wenn der andere den Wunsch erfüllt.

Es macht einfach Spaß, zwischendurch ein wenig den Kindskopf zu geben und noch einmal für einen Moment Kind zu sein. Etwas, das man sich öfter gönnen sollte auch wegen des Lächelns, finde ich. Und Sie? 

Herzliche Wunschzettelgrüße
Birgit Bauer
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