22 Dezember 2010

Die Adventsreise Tag 22!

Ok, ich bin heute spät dran und ich kann nur sagen, dass der gestrige Abend wunderbar war. 
Ich bin sehr dankbar für diese Liebe und das, was wir uns aufgebaut haben. Es ist schön, einen Menschen, den Menschen an meiner Seite zu wissen, dem ich vertrauen kann und der mich am allerbesten von allen kennt. 

Eine liebe Freundin, Alexandra Graßler griff vor einem Monat das Thema "Dankbarkeit" auf.

Eine tolle Sache, denn sie erinnerte ihre Leser täglich daran, dass vieles von dem, was wir so bejammern, eigentlich als Jammern auf hohem Niveau bezeichnet werden kann und dass wir viele Dinge haben, für die wir einfach nur mal "Danke" sagen sollten.
Drauf kam ich eigentlich, als ich mir heute die Wehklagen einer Frau in der Joghurt - Süd - Kurve, kurz vor den Antipasti im Kühlregal anhören musste. 
Und ich kanns echt verstehen! Wirklich! Es ist nicht schön, wenn das eigene Haus keine OP - Sauberkeit hat und die Geschenke zu wenig sind und fünf Braten nicht reichen. Dass das Lieblingsjoghurt nicht da ist und der Käse nicht den gewünschten Anforderungen entspricht und die Zitrone gar einen kleinen Fleck hat.  Es ist auch nicht wirklich nett vom Kollegen, eine Minute Zeit zu rauben und noch weniger nett ist es vom Chef, eine Aufstellung einzufordern. Das geht so gar nicht. 
Ja, die Welt hat Probleme. Wirkliche Probleme. 

Eigentlich ist es nur ein Problem: So mancher jammert auf höchsten Niveau und vergisst das, was er hat und dass das, was ein Chef verlangt oder ein Kollege möchte oder ein anderer anfragt, eigentlich nur Kleinkram ist. 
Umgekehrt ist es für mich und auch für meine Freundin oft genau dieser Kleinkram, der uns dankbar sein lässt.

Ich bin heute einfach dankbar für meine Talente, die wahrlich kein Kleinkram sind, für mein Haus, das warm und heimelig ist, für die Reine meiner  Großmutter, die mir heute eine ansehnliche Runde Rohrnudeln beschert hat und seit Jahren meine Küche bereichert, für meine kleine, geerbte Sammlung von Stricknadeln, das Lächeln einer lieben Nachbarin, dem Kompliment eines Herrn auf der Straße und vieles mehr.  Und ich bin dankbar dafür, dass Sie das lesen, was mir so in den Adventssinn kommt.

Dankbar sein muss so manch ein Zeitgenosse wohl erst wieder lernen. Verstehen, dass es manchmal nur zweitrangig ist, wenn das Haus keine OP- Qualität hat oder die Geschenke "nur" die halbe Wohnzimmerfläche ausfüllen und auch, dass es doch schön ist, einen Chef zu haben, der einen zwar manchmal fordert, aber der da ist und das Gehalt überweist. 

Wofür sind Sie heute dankbar? Übrigens, bei Alexandra können Sie sich wunderbar inspirieren lassen! Nur so als Tipp! :-))

Adventsgrüße
Birgit Bauer
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