22 März 2011

Fastenzeitgedanken! Teil 4!

Liebe Leserinnen und Leser,

heute wirds musikalisch. Ich finde Musik ohnehin wichtig für das Leben. Sie macht es manchmal bunter, unterstreicht Stimmung und setzt das Kopfkino in Gang.
Je nach Laune höre ich Mozart oder Haydn, um mich zu beruhigen, greife zu ACDC, wenns mal wieder knackig wird oder ergehe mich in entspanntem Jazz, wenn ich kreativ arbeite.
Wenn ich richtig Kraft und gute Laune brauche, hopse ich auch mal zu House oder anderen Knallerhits durchs Haus und lasse mich inspirieren.

Ob das gut geht? 

Von dem, was jetzt folgt, können Sie sich wundervoll inspirieren lassen. Denn als ich die CD bekam, um eine erste Rezension zu schreiben, war sie kurz vor dem Erscheinungstermin und ich war gespannt, versprach mir die Band "Luftmentschn" doch "Grosses Kino" mit Florian R. Starflinger an der Violine, Jan-Philipp Wiesmann am Schlagzeug, Michael Unfried Fenzl am Contrabass und Vladislav Cojocaru am Akkordeon.

Kopfkino gefällig?

Grosses Kino im Kopf, Gedanken frei laufen lassen, sich entfalten und neue Denkwege gehen, andere Länder bereisen, zum Kopfkosmopoliten werden. Eine Idee, die ich gut finde.

Die Hauptdarsteller variieren gerne und je nach Laune haue ich schon mal gepflegt jemanden um oder verführe ihn lasziv, während mir die Person quasi wie Butter zwischen den Fingern zerrinnt. Ich werde je nach Bedarf zur Diva in der Abendrobe des Jahrtausends, zur Heldin der Nation oder auch gerne zur rockigen Bikerbraut, die auf einer dicken Harley in den Sonnenuntergang reitet. Gerne bin ich auch nur Birgit und amüsiere mich über das, was mir gerade durch den Kopf schießt. Es ist bunt.

Kosmopolitisches Musikkopfkino, mit Leidenschaft bitte! 

Genauso wie die Musik der "Luftmentschn". Vier Musiker, die ihre Musik nicht machen. Sie leben sie. Und zwar mit hörbarer Leidenschaft.
Hört man das Album, geht man auf Reisen. Wenn man möchte. Es gibt Actionszenen, die laut sind, mit Kraft den Ton angeben und sich in eine Liebesszene stürzen, die sich zart und leise in den Gehörgang schlängelt.
Dazwischen Tangoleidenschaft, ein wenig Bollywood und stürmisches Meer. Bilder, die durch Musik im Kopf geschaffen werden.Musik, exakt gespielt, aber nicht nur heruntergezupft, sondern mit Spaß und hintergründigen Gedanken der Erschaffer virtuos umgesetzt.

Ihr Film?

Eine spannende Mischung mit Raum für den eigenen Film. Aber auch Musik, die mir auch nicht beim ersten Hörversuch sofort leicht fiel. Es brauchte genau drei Höransätze, um mich einzuhören, die Musik, die Töne, die von schrägt bis hin zu wohlklingend reichen, die Tempiwechsel und die Bilder wahrzunehmen und zu mögen.

Live? Live!

Nein, nur hören, ist nicht genug! Wenn schon denn schon, dachte ich und nahm die Gelegenheit wahr, die vier Musiker live zu erleben!


Wer die vier Profimusiker live erlebt, hat Spaß, darf mitmachen und bekommt eine Portion Live - Musik, die gut tut, neue Perspektiven im eigenen Kopf aufreißt. Exakt in Töne verwandelte Bilder, die nicht langweilig werden. Mit einem Augenzwinkern wird über alte Kinos philosophiert, Frauen näher betrachtet und hintergründig so manches Thema rotzig aufgegriffen. Lacher garantiert, genauso wie der Funke, der von den Musikern aufs Publikums überspringt.


Und wenn Sie noch eine Runde durch Ihre Gedankenwelt reisen möchten, kann ich Ihnen das grosse Kino nur ans Herz legen, wenn man sich einlässt, ist es genau das und lässt Platz für ganz eigene Bilder.

Hier gehts zu den Luftmentschn!

Nehmen Sie sich also Zeit für das, was Ihnen gut tut! Fastenzeitgedanken haben immer Saison, aber besonders jetzt, wo auch noch der Frühling ins Haus steht, sind sie am schönsten, weil sie vom Erwachen der Natur inspiriert sind und wirklich Kopfkino der Extraklasse zulassen!

Herzlichst
Birgit Bauer

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