04 November 2015

Von gruseligen Bildern und Videos ...


Wie heißt es so schön? Der erste Eindruck zählt.

Wenn wir uns für Veranstaltungen zurecht machen, achten wir immer darauf, gut auszusehen und dem Anlass passend angezogen zu sein.

Wir wählen zwischen Businesslooks, Casual, dem kleinen Schwarzen oder auch der Jeans. Was am besten passt, wird angezogen. Dazu kommen Haare und Make-Up. Accessoires und andere Dinge, die für den Termin wichtig sind.

Kurz und gut, wir versuchen, das Beste aus uns zu machen, um den besten ersten Eindruck zu erlangen. Denn der übermittelt sich über das Aussehen, noch bevor wir den Mund so richtig aufmachen können.
Im realen Leben alles ok, kein Thema. Meistens zumindest, ab und an kann es passieren, dass man sich ein wenig im Kleiderfundus vergreift und entweder overdressed zu einer Veranstaltung kommt oder schlicht zu leger. Beides verzeiht man aber, wenn es nicht ständig passiert. Es ist menschlich. Das sagte mir auch eine Expertin für die richtigen Stilrichtungen in Kleiderfragen.

Was aber, wenn man im Netz unterwegs ist?

Auch hier gilt, tritt man als Geschäftspartner auf, sollte man passende Bilder zur Verfügung haben. Schließlich geht man nicht unbedingt im guten karierten Plüschanzug für das Sofa zum Geschäftstermin. Hört man so. Immer wieder liest man, wie wichtig gute Belichtung, vernünftige Frisur, bei Damen ein gutes Make-up und andere Dinge für Internetauftritte sind.

Bild: pixabay.com

Und doch, dann sieht man sie. In Social Media. Bilder oder Videos, die hoch kompetente Menschen präsentieren, die am Ende natürlich einen guten Eindruck machen wollen, weil sie auf der Akquisewiese unterwegs sind.

Menschen, deren Leistung man durchaus kennen sollte, deren Angebot vielleicht genau das ist, was man gerade braucht.
Spezialisten, die wirklich hoch qualitative Inhalte liefern. Solche, die eigentlich Aufmerksamkeit verdient hätten und sie am Ende nicht bekommen. Weil man weiterklickt.

Der Grund? Das unbarmherzige Auge der Kamera, das schlechte Belichtung nicht mag, unvorteilhafte Outfits klar hervorhebt und schlecht geschminkte Gesichter gnadenlos zeigt.
Das Auge bedient sich dieses ersten Eindrucks, sendet ihn weiter an unser Gehirn und unseren Geist, gleicht die Information ab und schon haben wir den Salat. Vorurteilsfalle. So wie er oder sie aussieht, kann das nichts Gutes sein.
Es gruselt einem ein wenig. Die Person sieht vielleicht krank aus, wirkt gestresst, abgekämpft oder müde. Mag sein, dass das gar nicht der Fall ist, aber die Aufnahme vermittelt diese Botschaft. Und schon sind wir weg.

Schade eigentlich. Keiner der Beteiligten hat für einen zusätzlichen Moment bedacht, dass neben aller Kompetenz Faktoren wie gute Belichtung und ein gut ausgewählter Hintergrund, vernünftige Kleidung, ein professionelles Styling für zusätzliche positive Aufmerksamkeit sorgen und den ersten Eindruck erheblich beeinflussen. Weil der Mensch eben meistens so tickt. Auch wenn er es nicht soll.

In diesem Fall entscheidet sich, ob man als "gruselig" abgestempelt oder ab sofort als interessante Person, deren "Verfolgung" positiv sein kann, eingestuft wird. Es ist der erste Eindruck, der die Antwort bringt. Die Sprache dessen, was das Auge wahrnimmt entscheidet über den Ausgang der Situation. Dabei ist es oft eine Kleinigkeit, die eine Entscheidung ändert. Mehr Licht, eine weiße Wand, ein Tuch, das Farbe bringt. Dinge, die nicht schwierig zu beschaffen wären, aber hilfreich sind, wenn es um kluge Bildgestaltung oder auch das Aussehen für ein Video geht. Oft hilft es, gerade bei ersten Probebildern nicht nur das Smartphone oder eine Kamera auf ein Stativ zu schrauben, sondern sich einem Profi anzuvertrauen, der hilft, auf diese Kleinigkeiten zu achten und aus dem richtig guten Konzept, einen absoluten Knüller zu machen, der, wie der Mensch dahinter, sicher gerne gesehen wird.

Kleider machen Leute. Heißt es. Schon seit Jahrhunderten nutzen Menschen die Sprache des Outfits dafür, Eindruck zu machen, eine Rolle zu unterstreichen oder auch den eigenen Ruf zu untermauern oder sich für ein gutes Geschäft zu rüsten. Das sollte vor der virtuellen Welt nicht Halt machen. Weil dort der erste Eindruck mindestens genauso wichtig ist, wie in der realen Welt.

Hand aufs Herz? Geisterbahn oder Bilder, die ansprechen? Selfmade Video mit Selfie Stick oder doch einen Profi?

Nachdenklich,
Birgit

Bild: pixabay.com
Text: Copyright Manufaktur für Antworten


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