16 November 2016

Diese Suppe ess ich nicht!

Wer kennt die Geschichte vom Suppenkaspar nicht? "Nein, diese Suppe ess ich nicht!"

Das Bild vom trotzigen Verweigerer in Sachen Suppe kam mir neulich wieder einmal in den Sinn, als mir jemand erklärte, dass es an ihm läge, Inhalte zu erstellen und dass diese natürlich erst einmal ihm gefallen müssten.







"Nein, diese Suppe ess ich nicht!"



Ich saß in einer Diskussion um Inhalte für Social Media und mein Gegenüber war davon überzeugt, dass das, was man selbst gut fand, auch für die anderen passen müsste.

Aha. Nun, die Daten, die wir über die Zielgruppe des Unternehmens gesammelt und analysiert hatten, sprachen eine andere Sprache. Um es so zu sagen: Die Suppe, die sich die Nutzer wünschten, war gut gewürzt und vielfältig, das Rezept, das bisher genutzt wurde, eher etwas einseitig und ein bisschen fade. Entsprechend waren die Reaktionen und deshalb hatte man uns gerufen. Ein neues Rezept für Content musste her.



06 September 2016

Von Stinkefischen, Führungskräften und Social Media!

Wie heißt es so schön im Volksmund: Der Fisch stinkt immer vom Kopf abwärts.

Zugegeben, ein bisschen krass, aber ab und an muss man sich krasser Wortbilder bedienen, um Pudels Kern zu treffen. Ups, schon wieder eins. :-)

Zurück zum Fisch und dem Gestank: Übersetzt man es in Social Media, könnte man behaupten, dass es mit #Neuland nur klappt, wenn der CEO schon eingereist, also der Fisch komplett anwesend ist.

Ein wenig provokant, mag sein, aber etwas, das stimmt. Wir erleben es immer wieder, nur der zarte Hauch des Vorschlages an einen Chef, sich selbst einen Twitteraccount anzuschaffen, bei Facebook zu schnuppern oder sich sonst wo einen Eindruck zu verschaffen, wird abgewehrt. Laut und massiv. Keine Zeit, kein Bock, das ist alles ganz arg böse und überhaupt, wozu? Es reicht doch, wenn die anderen das machen. Als Chef hat man ja so viel zu tun. Echt? Reicht es wirklich wenn die anderen loslegen? Hm! Es fängt in diesem Stadium schon an ein bisschen müffelig zu werden. Ehrlich gesagt.

05 Juli 2016

Ich widerspreche!

Ich widerspreche all denen, die seit einigen Tagen wieder einmal erfolglos gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook widersprechen.

Ich widerspreche all denen, die einen Kettenbrief verbreiten und ungelesen alles weiter geben, nur um es auch gepostet zu haben.

23 Juni 2016

Bunte Bilder allein helfen nicht!

Eigentlich wissen wir es doch alle oder?

Wer die Ohren aufsperrt und sich einen Moment Zeit fürs Zuhören nimmt, kann Bedürfnisse ermitteln, die die angepeilte Konsumentengruppe so hat.
Man kann auch feststellen, ob der schöne Videoclip, der hoffnungsfroh in die Welt strahlt nicht das Gelbe vom Ei ist, sondern dass das "Brauchbare" , also die Botschaft, die man ins Leben sofort mitnehmen kann, wesentlich willkommener ist. Hochglanzgedöns, interessiert nicht. Wer braucht schon gekaufte Stockphotos, die man an jeder Ecke findet oder gestelltes HighEnd Material?

MR. Media veröffentlichte kürzlich auf seinem W&V Blog einen spannenden Artikel, in dem es um den Abschied von der Reichweite ging. Scheiß auf die Reichweite - Der Artikel zum Nachlesen!


Arzt, Anhörung, Herz, Medizin, Wissenschaft, StethoskopDer Experte stellt fest: Die Onlinenutzer seien genervt von der Werbung, mit der man Awareness, also mehr Aufmerksamkeit zu generieren versucht und man brauche Touchpoints um die Verbraucher zu erreichen, Punkte, an denen man die Nutzer eben zu fassen bekommt. Mit Empathie und Zuhören. Botschaften müssen relevanter für den Verbraucher werden, genießbarer. Stimmt!

Beim Lesen des Artikels fühlte ich mich wohl. So wohl wie lange nicht. Denn: das ist es, was ich oft und immer wieder sage, wenn es um Patienten im Netz geht, die an sich noch einmal andere Bedürfnisse haben, was auf Erkrankungen oder auch andere Lebensumstände zurück zu führen ist. Gehen wir also ins Manufaktur Spezialgebiet: Patients & Healthcare

Wir (und ich zähle mich hier dazu, weil ich als MS Betroffene durchaus andere Wege gehe und gehen muss) brauchen relevante, vernünftige, verständliche und informative Aussagen.

Gerade hier wird immer wieder aus dem Werbesilo heraus auf "Awareness" gesetzt und man schielt zahlengeil auf den Ticker, der, natürlich gesponsert, vor sich hinbrummt. Ja, freilich, aber wo ist der Verbraucher = Betroffener = Mensch mit einer Erkrankung?

Will der das überhaupt hören, lesen oder sehen? Hat da vorher mal einer nachgedacht? Hm?